Vorstand von Deutsche Telekom bietet Gehaltsverzicht an

1. Jänner 2004, 15:20
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"Solidarbeitrag" als Geste für Gewerkschaften

Der Vorstand der Deutschen Telekom hat angeboten, auf zehn Prozent seines Grundgehalts zu verzichten, um der Gewerkschaft ver.di die Zustimmung zu den vorgeschlagenen Kürzungen von Gehalt und Arbeitszeit bei rund 100.000 Telekom-Mitarbeitern um jeweils zehn Prozent zu erleichtern. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Montag in Bonn einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts". Der Vorstand habe seinen "Solidarbeitrag vor 14 Tagen beschlossen", sagte der Sprecher. Eine Reaktion der Gewerkschaft gebe es noch nicht.

125.000 Euro

Nach dem Bericht des "Handelsblatts" würde dies für Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke einen Verzicht auf 125.000 Euro im nächsten Jahr bedeuten. Die Telekom will durch eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich für die Beschäftigten hauptsächlich des Festnetzzweiges T-Com weitergehende Entlassungen vermeiden. Für die Vorstände werde es allerdings keine Reduzierung der Arbeitszeit geben, sagte der Sprecher.(APA)

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