Existenz-Ängste auf den Malediven

21. März 2005, 13:59
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Bei einer Maximalhöhe von drei Metern über dem Meeresspiegel wird die Umsetzung des Kyoto-Protokolls zur Überlebensfrage

Colombo - Die Malediven drängen auf eine baldige Umsetzung des Kyoto-Protokolls, in dem sich die Industriestaaten zur Verringerung ihrer Schadstoff-Emission verpflichtet haben. Der maledivische Präsident Maumoon Abdul Gayoom forderte nach Angaben des Außenministeriums am Sonntag Nepal auf, gemeinsam entsprechende Überzeugungsarbeit bei den Industriestaaten zu leisten.

Jedes der maledivischen 1.192 Korallenatolle liege inzwischen weniger als drei Meter über dem Meeresspiegel, teilte das Außenministerium mit. Mitverantwortlich dafür sei die globale Erwärmung.

Das 1997 ausgehandelte Kyoto-Protokoll tritt erst in Kraft, wenn es von 55 Industriestaaten ratifiziert ist, die zusammen für 55 Prozent der Treibhausgas-Emissionen des Jahres 1990 aus dieser Staatengruppe verantwortlich sind. Nach der Ablehnung der USA kann die notwendige Quote nur mit der Zustimmung Russlands erreicht werden.(APA/AP)

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