"Originale" Diagonale sucht um Bundessubvention an - Steiermark sichert Förderung zu
Wien/Graz - Nach "erfreulichen Tagen" (Förderung durch die Stadt Graz und den Grazer Tourismusverband sowie Rücktritt der Intendanz Vuckovic/ Fuchs - der S
TANDARD berichtete) zogen Koordinator Alexander Ivanceanu, Programmkommission und Geschäftsführung der "originalen" Diagonale eine erste Bilanz des für März 2004 in Graz anberaumten Festivals des östereichischen Films:
Am Montag habe man beim Bundeskanzleramt (BKA) um Förderung der Diagonale in der Höhe der für 2003 erhaltenen Summe von 255.000 Euro angesucht. Auch mit dem Österreichischen Filminstitut (ÖFI) wurden Gespräche aufgenommen.
Wie Geschäftsführer Markus Krottenhammer zusammenfasste, könne das Festival nach jetzigem Stand über ein Budget von 300.000 bis 400.000 Euro verfügen, inklusive Sachleistungen. Eine vergleichsweise bescheidene Summe, die nicht nur durch das ehrenamtliche Engagement des Teams aufgefangen werde, sondern die auch programmatische Veränderungen nach sich zieht, wie Mitglieder der siebenköpfigen, international besetzten Programmkommission ausführten.
Nichtsdestotrotz sei man entschlossen, einen möglichst breiten Ausblick aufs heimische Filmschaffen zu bieten, deutlich ergänzt um ein "diskursives Programm", bei dem die "Selbstreflexion des Festivals" nach außen hin geöffnet werden solle. Auch Kunststaatssekretär Morak werde man dazu einladen.
Starkes Echo
457 Einreichungen sind mit Stichtag 21. Dezember bei der Diagonale eingegangen. Je nach budgetärer Ausstattung stünden dem Festival, das gegenüber 2003 um zwei Tage verkürzt werden musste, im März rund 50 bis 60 Programmplätze zur Verfügung. Fixiert ist die Aufführung all jener österreichischen Produktionen, die im laufenden Jahr regulär im Kino gestartet wurden. Unter den Einreichungen befänden sich rund 80 Langfilme, der Rest entfällt auf kürzere Formate.
Die "erfreulichen Tage" könnten noch andauern: Wie am Montag bekannt wurde, wird auch das Land Steiermark die Diagonale nun definitiv fördern, über die Höhe der Subvention wollte Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (VP) noch keine Angaben machen. Und auch für Katharina Stourzh, Pressesprecherin von Kunststaatssekretär Franz Morak (VP), hat sich mit dem Einlangen des Ansuchens eine "neue Situation" ergeben: Man werde sich das nun alles anschauen, eine Entscheidung könne man jedoch nicht freihändig und sicher nicht mehr vor Weihnachten fällen. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.12.2003)