"Findet Nemo"-Animator: "3D-Boom kommt - selbst Zwölfjährige können sich einarbeiten"

5. Jänner 2004, 11:20
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Heute ist die Hardware preiswert und superschnell

Dylan Brown, technischer Direktor Animation bei Pixar, der Produktionsgesellschaft des computeranimierten Kino-Kassenschlagers "Findet Nemo", erwartet einen Boom in der 3D-Entwicklung. In einem Interview der Zeitschrift Creative Live sagt Brown: "Es ist Wahnsinn, wie schnell sich diese Technik entwickelt."

"Nur weil es der Computer kann, muss man es noch lange nicht machen."

Der ebenfalls bei Pixar per Computeranimation entwickelte Film "Toy Story" sei noch eine "richtige Plastikwelt" gewesen, "Findet Nemo" sei dagegen real. Wichtige Voraussetzung für den Kinoerfolg animierter Filme sei aber eine gute Story. Brown: "Leider ist es eine Tendenz, Effekte um ihrer selbst willen einzusetzen. Nur weil es der Computer kann, muss man es noch lange nicht machen."

"Ich bin gespannt, was kommen wird, wenn wir das Tempo beibehalten."

Nach Browns Meinung wird es zu einem 3D-Boom kommen, "weil sich mehr und mehr Leute mit Animation beschäftigen". "Noch vor einigen Jahren war die Hard- und Software für 3D zu teuer. Heute ist die Hardware preiswert und superschnell. Die Software lässt sich gut bedienen. Ein Zwölfjähriger kann sich einarbeiten", so Brown gegenüber Creative Live.

Man braucht Gefühl und eine Vorstellung

"Ich bin gespannt, was kommen wird, wenn wir das Tempo beibehalten." Ganz ohne Talent geht es allerdings nicht: "Animation ist etwas anderes, als einfach nur einen Körper zu bewegen. Man braucht Gefühl und eine Vorstellung", stellt Brown fest. "Wir haben heute schon Schwierigkeiten gute Leute zu finden." (red)

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