Weniger Tote auf den Straßen

25. Dezember 2003, 12:42
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2003 ist beste Unfallbilanz seit Bestehen der Statistik möglich - Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrtote in Österreich

Wien - Weniger Tote auf Österreichs Straßen: Nach Zahlen des Innemisteriums verloren vom 1. Jänner bis 22. Dezember 895 Menschen ihr Leben bei Verkehrunfällen. Das sind um elf weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres (906 Menschen), sagten die heimischen Verkehrsexperten Diese prognostizierten bereits, dass heuer die beste Unfallbilanz seit Bestehen der Statistik möglich sein könnte.

Dennoch gebe es keinen Grund zu feiern, erklärten der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Montag. Denn Österreich verfehlte das Ziel des Nationalen Verkehrssicherheitsprogramms von maximal 831 Verkehrstoten. Man wollte heuer eine Verringerung um 125 gegenüber dem Jahr 2002. Die Zahl der Toten soll sich jedoch laut KfV voraussichtlich zwischen 940 und 950 einpendeln. In der vergangenen Wochen waren laut Innenministerium bereits 22 Getötete zu beklagen, zehn davon allein am Wochenende.

Rückgang in Wien

Bei einem Vergleich der einzelnen Bundesländer zeigte sich, dass im Burgenland, in der Steiermark und in Niederösterreich die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2002 deutlich gestiegen sind, so der VCÖ. Lediglich in Vorarlberg und Tirol konnte ein deutlicher Rückgang erreicht werden. In Wien ist die Zahl der Verkehrsopfer leicht zurückgegangen, Kärnten befindet sich nach dem Negativjahr 2002 wieder auf dem Niveau von 2001.

Bei der Anzahl der Unfällen mit Personenschaden rechnet das KfV 2003 mit einer Zunahme um rund zwei Prozent. Ähnlich verhält es sich bei den Verletzten, die heuer voraussichtlich um rund ein Prozent mehr sind. Am Steigen sind auch die Unfälle auf Autobahnen. Diese erhöhen sich laut KfV voraussichtlich um rund 5,5 Prozent.

Weniger tote Kinder als Fußgänger

Eine positive Entwicklung wird es vermutlich im Bereich der verunglückten - getöteten und verletzten - Kinder geben, die als Fußgänger im Ortsgebiet unterwegs sind (etwa minus 4,2 Prozent). Weit aus trauriger ist die Prognose, dass es bis Jahresende vermutlich einen dramatischen Anstieg bei der allgemeinen Zahl der getöteten Kinder auf Österreichs Straßen geben wird.

Bei den 19 tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 16 Pkw-Insassen - davon zwölf Lenker - und sechs Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen wurden nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (1), Überholen (1), Unachtsamkeit (4), Übermüdung (2) und Fehlverhalten von Fußgängern (2) festgestellt. Bei drei konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Alkohol- und Drogenbeeinträchtigung war bei zwei Unglücken Mitursache. (APA)

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    2003 gab es mehr Unfälle, aber weniger Verkehrtote in Österreich als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres

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