Deutschland: Klauseln für Zeitungskauf

5. Jänner 2004, 09:30
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Zur Lockerung des deutschen Kartellrechts liegt ein Gesetzesentwurf vor

Deutschland: Klauseln für Zeitungskauf Berlin - Zur Lockerung des deutschen Kartellrechts liegt ein Gesetzesentwurf vor, meldet die Süddeutsche Zeitung.

Laut Entwurf sollen Verlage auch in kartellrechtlich problematischen Fällen weitere Blätter übernehmen dürfen. Titelrechte der gekauften Zeitung und mindestens 25,1 Prozent der Anteile müssten aber weiter dem Altverleger oder einem neuen unabhängigen Partner gehören.

Mitbestimmungs-oder Vetorecht"

Diese Gesellschafter müssten ein "Mitbestimmungs-oder Vetorecht" erhalten - etwa für "Bestellung und Abberufung von Chefredakteuren, die Einstellung der Zeitung und eine Änderung der redaktionellen Grundhaltung".

Der Anlass: Die Verlagsgruppe Holtzbrinck will die Berliner Zeitung übernehmen, das Kartellamt legte sich gerade neuerlich quer (etat.at berichtete). (red/DER STANDARD; Printausgabe, 22.12.2003)

Nachlese

Übernahme des Berliner Verlages erneut gefährdet - Deutsches Kartellamt zweifelt an "Tagesspiegel"-Verkauf

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