Virtuelle Weihnachtsmänner enttäuschen

26. Dezember 2003, 12:14
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In der Regel dominieren Massenabfertigung statt individueller Antworten - Auch skurrile Antworten verwirren die Kinder

Wien - Für Enttäuschungen statt leuchtende Augen sorgen viele virtuelle Weihnachtsmänner, an die Kinder ihre Wunschzettel und Fragen per E-Mail schicken können: Mehr als die Hälfte antwortet nicht auf die Nachrichten der Kinder. Das ergibt eine aktuelle Studie von Mummert Consulting, die am Montag vorgestellt wurde. Wenn "Santa" doch auf einen Brief antworte, bediene er sich in drei Viertel der Fälle vorgefertigter Standardfloskeln, ergab der Test.

Am vorbildlichsten verhielten sich dabei die deutschen Weihnachtsmänner: 60 Prozent antworteten auf die Mails von Leonie. Von zehn angeschriebenen Internetseiten schickten 66 Prozent eine personifizierte Antwort, davon ging jedoch nur eine einzige Mail (Absender: http://www.weihnachtsstadt.de) direkt auf die Wünsche und Fragen des Kindes ein.

Skurrile Rückmeldungen

Auch skurrile Rückmeldungen kann es vom virtuellen Weihnachtsmann geben, wie die Studie zeigte: Ein vermeintlich deutscher Weihnachtsmann von http://www.weihnachtsmanndienst.de versendete seine Antwort auf spanisch. Der Inhalt der Nachricht: Er lud das Kind auf ein kleines Gläschen Bier ein.

Diese Erkenntnisse stammen aus einer "E-Mail-Response-Analyse", die Consultingfirma seit 1999 durchgeführt hatte. "Leonie" (7 Jahre) aus Hamburg hatte weltweit 41 virtuelle Vertretungen der himmlischen Geschenke-Verteiler in neun Ländern (Dänemark, Deutschland, Finnland, Grönland, Großbritannien, Kanada, Österreich, Schweden, USA) angeschrieben.

Als am meisten zufrieden stellender Dienst erwies sich bei dem Test die Adresse http://www.weihnachtsmannstadt.de : Hier gab es eine sehr persönliche Antwort, die genau auf die Wünsche und Fragen des Kindes einging, berichtete Mummert Consulting. Auf Rang zwei rangiert die E-Mail-Adresse christkindpost@yahoo.de. Den dritten Platz belegt die englischsprachige Seite http://www.itssanta.com .(APA)

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    Für Enttäuschungen statt leuchtende Augen sorgen viele virtuelle Weihnachtsmänner, an die Kinder ihre Wunschzettel und Fragen per E-Mail schicken können

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