Tauziehen um Nordkorea-Runde

23. Dezember 2003, 07:11
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Bush telefoniert mit Hu Jintao - USA gegen einseitige Änderung des Status Quo in Taiwan-Frage

Peking - In dem diplomatischen Tauziehen um eine neue Runde der Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms haben US-Präsident George W. Bush und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao miteinander telefoniert. Chinas Präsident sicherte Bush zu, dass China weiter engen Kontakt zu allen betroffenen Parteien halten werde, um möglichst bald eine neue Runde der Nordkorea-Gespräche zu erreichen und dann "positive Ergebnisse" zu erzielen. Weitere Themen des Telefonats am Samstagabend waren nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Sonntag der Irak und Taiwan.

Sechserrunde

Hu Jintao hatte am Freitag mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Telefon gesprochen. Neue Sechs-Nationen-Gespräche mit Nordkorea, den USA, Südkorea, Japan, Russland und China als Vermittler sind derzeit für Jänner oder Februar ins Auge gefasst.

Hauptstreitpunkte sind die von Nordkorea geforderten Sicherheitsgarantien durch die USA und Washingtons Forderung nach Inspektionen für eine nachweisbare Beendigung des Atomprogramms. US-Präsident Bush versicherte Hu Jintao in der Taiwanfrage, dass die USA gegen jede einseitige Änderung des Status Quo seien. Hu Jintao bekräftigte, dass China eine Unabhängigkeit der von Peking nur als abtrünnige Provinz betrachteten Inselrepublik nicht tolerieren werde. (APA/dpa)

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