Ströer übernimmt Deutsche Städte-Medien GmbH

13. Jänner 2004, 16:01
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Kaufpreis liegt bei 270 Millionen Euro

Kölner Außenwerbevermarkter Ströer AG wird den Konkurrenten Deutsche Städte-Medien GmbH (DSM) übernehmen und hat damit den Bieterwettstreit für sich entschieden. Der Verkaufsbeirat der DSM habe sich für Ströer entschieden, teilte Ströer am Wochenende mit. Der Kaufpreis für DSM belaufe sich auf 270 Millionen Euro.

Damit übernimmt den Angaben zufolge die Nummer zwei im deutschen Markt für Außenwerbung die Nummer eins. "Durch die Übernahme wird es erstmals im deutschen Markt möglich sein, aus einer Hand nationale Werbeträgernetze und Kampagnen anzubieten", erklärte Ströer-Chef Udo Müller. Nach Abschluss der Transaktion werde Ströer insgesamt über rund 200.000 Werbeflächen verfügen und mit einem Umsatz von rund 480 Millionen Euro vom sechsten zum europaweit drittgrößter Vermarkter von Außenwerbung aufsteigen.

"Großer Entwicklungsschritt"

Im Sommer hatte sich die Gesellschafterversammlung der DSM für eine Privatisierung der von 28 deutschen Städten und Gemeinden gehaltenen Werbefirma ausgesprochen. Zuletzt hatten neben Ströer auch die US-Medienkonzerne Viacom und Clear Channel sowie die Beteiligungsfirma Apax Interesse an DSM bekundet. DSM vermarktet Werbeflächen wie Plakatwände oder Litfaßsäulen auf öffentlichem Grund und Boden und gilt dabei als Marktführer in Deutschland. Der Verkaufspreise wurde in Bieterkreisen zuletzt auf unter 250 Millionen Euro Millionen Euro taxiert.

In dem neu entstehenden Unternehmen soll das inländische Geschäft von Ströer mit dem Portfolio der DSM unter dem Dach der Ströer AG zusammengelegt werden. Beide Geschäftseinheiten würden sich gut ergänzen, hieß es. Während die Kölner Firma den Angaben zufolge die Nummer eins bei großen Formaten (neun Quadratmeter Werbefläche) auf privatem Grund sei, habe DSM diese Position bei kleinen Formaten (zwei Quadratmeter City-Light-Poster) auf kommunalem Grund inne. "Dies ist ein großer Entwicklungsschritt für das Medium Plakat, dessen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Medien TV, Print und Funk sich somit deutlich verbessern wird", kommentierte Müller den Zukauf. Das Europa-Geschäft von Ströer sei von der Transaktion nicht betroffen. (APA/Reuters)

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