Neue Anschläge auf Öl-Industrie

22. Dezember 2003, 19:43
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Pipelines und Lagertanks im Visier

Bagdad - Im Irak haben Saboteure Augenzeugen zufolge Öl-Lagertanks südlich der Hauptstadt Bagdad in Brand gesetzt. Nördlich der Stadt war nach einem vergleichbaren Angriff eine Pipeline weiterhin außer Betrieb.

Hunderttausende Liter

Eine Explosion vor dem Morgengrauen habe die Tanks in dem Bagdader Bezirk Ur entzündet, berichteten Augenzeugen. Opfer gab es keine, es verbrannten aber hunderttausende Liter Öl. Ein Vertreter des Öl-Ministeriums sagte, eine Pipeline, mit der Öl zu einer Raffinerie in Bagdad transportiert werde, sei am Freitag rund 32 Kilometer nördlich der Stadt angegriffen worden. "Techniker begutachten noch den Schaden", sagte er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

US-Militärkreise und irakische Vertreter dementierten dagegen Medienberichte, wonach die nördliche Export-Pipeline ebenfalls sabotiert worden sei. Bei dem Feuer an der Kirkuk-Ceyhan-Pipeline handele es sich um eine kontrollierte Abfackelung, hieß es. Techniker hätten bei der Arbeit an der Pipeline Ölrückstände abgebrannt. (Reuters)

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