Musikindustrie verklagt russische Firma wegen Musikpiraterie

8. Jänner 2004, 15:44
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IFPI fordert mehr als 1 Million Euro Schadenersatz

In ihrem Kampf gegen die weltweite Musikpiraterie hat die internationale Musikindustrie am Freitag einen russischen CD-Hersteller verklagt. Der Branchenverband International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) wirft dem Moskauer Unternehmen Russobit-Soft vor, illegal kopierte Musik-CDs von Stars wie Michael Jackson, Radiohead und Destiny's Child ins Ausland verkauft zu haben und fordert 1,1 Millionen Euro Schadenersatz. Russobit-Soft war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Klagefreudig

Eingereicht wurden die Klagen im Namen mehrerer großer Musikfirmen wie BMG UK & Ireland, EMI, Sony Music und Warner Music. Klagen gegen andere russische Unternehmen könnten folgen, teilte IFPI mit.

Russland gilt IFPI zufolge nach China als der größte Markt für Raubkopien von Musiktonträgern. Weltweit habe der Markt für illegal kopierte Musik-CDs einen Wert von mehr als 4,6 Milliarden Dollar (3,70 Milliarden Euro) jährlich. Nicht darin enthalten ist der Tausch von Musik über das Internet. Vertreter der Branche machen Raubkopien und illegalen Musiktausch übers Internet für den Umsatzrückgang in den vergangenen drei Jahren mitverantwortlich. (APA/Reuters)

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