Formel-1-Streit beendet

9. Jänner 2004, 13:57
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Die Alternativ-Serie ist passé - Ecclestone bleibt Chef

London - Der Streit in der Formel 1 ist beendet, die Zukunft der Königsklasse gesichert. "Mein größtes Anliegen ist es immer gewesen, die langfristige Zukunft der Formel 1 zu sichern", freute sich Bernie Ecclestone, nachdem die in der GPWC vereinten Automobilhersteller und die von Banken beherrschte Vermarktungsgesellschaft SLEC am Freitag eine Einigung erzielt und ein Memorandum unterzeichnet hatten.

"Im Interesse der Teams und Fans"

"Dieses Memorandum beinhaltet die Kernziele der GPWC und ist im besten Interesse der Teams und Fans", erklärte der GPWC-Vorsitzende Jürgen Hubbert, der Chef von Mercedes-Benz. "Damit haben wir für eine stabile und langfristige Grundlage gesorgt. Zugleich haben wir die wirtschaftlichen Grundlagen und die finanzielle Stabilität in der Formel 1 gesichert", stellte Landesbank-Manager Gerhard Gribkowsky, der die SLEC vertritt, fest.

Die Bayerische Landesbank, J.P. Morgan, Bambino Holdings Limited und Lehman Brothers besitzen 75 Prozent an der Vermarktungs-Holding SLEC; das restliche Viertel gehört Ecclestone. Der Brite wird weiterhin als Formel-1-Chef agieren. Die Banken, die nach der Kirch-Pleite an die Rechte gekommen waren, wollen weiterhin die Mehrheit an der Holding halten. Auch ein Börsengang ist nicht ausgeschlossen.

Mehr Einnahmen und drei Direktoren

Vor allem die Einkünfte der Teams aus den Formel-1-Einnahmen werden steigen. Bisher erhielten die Teams 47 Prozent der Fernseheinnahmen. Zudem erhält die GPWC drei Direktorenposten bei der SLEC und ein Mitspracherecht. Die Konzerne BMW, DaimlerChrysler (Mercedes), Ferrari, Ford (Jaguar) und Renault, die sich zur Grand Prix World Championship (GPWC) zusammengeschlossen haben, hatten damit gedroht, eine eigene Rennserie aufzubauen. Nun erfolgte die Einigung einstimmig, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß.

Mitte des Jahres soll das 2007 auslaufende Concorde Agreement unterzeichnet werden und rückwirkend gelten. Dieses "Grundgesetz" der Formel 1 regelt die Zusammenarbeit zwischen den Teams und der SLEC. (APA/dpa)

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