File Sharing hilft der Musikindustrie

8. Jänner 2004, 15:46
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Marktforscher: Ohne digitale Verkäufe gäbe es ein noch größeres Minus

Die Online-Verkäufe sind zu einer Stütze für die Musikindustrie geworden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Analyse des Marktforschungsinstitutes Nielsen SoundScan, berichtet die Los Angeles Times. Demnach hat die US-Musikindustrie im laufenden Jahr bisher einen Umsatz-Rückgang von 2,2 Prozent hinnehmen müssen. Ohne die Online-Verkäufe wäre dieser aber doppelt so groß gewesen, berichten die Marktforscher.

Bisher haben nach den Berechnungen die CD-Verkäufe unter dem Angebot am legalen Download-Markt kaum gelitten

Vor genau einem Jahr waren die US-Labels noch mit einem Umsatz-Rückgang von fast 13 Prozent konfrontiert gewesen, heißt es in der Studie. Entscheidend sei, so Nielsen SoundScan, ob der Absatz von digitalen Singles, die normaler Weise für 99 US-Cent verkauft werden, dem Verkauf von ganzen CDs, die wesentlich mehr Geld in die Kassen der Musikverleger spülen, schade. Bisher haben nach den Berechnungen die CD-Verkäufe unter dem Angebot am legalen Download-Markt kaum gelitten. So gingen die CD-Umsätze, die für 96 Prozent der Gesamterlöse verantwortlich sind, 2003 um lediglich drei Prozent zurück. Im Vorjahr hat der Rückgang noch 8,8 Prozent betragen.

"Hey Ya"

Der Spitzenreiter unter den digitalen Singles ist Outkast's Song "Hey Ya", der über 83.000 Mal verkauft worden ist. Erst Anfang der Woche hatte der Computerkonzern Apple Erfolgszahlen über seine im Oktober gestartete Download-Plattform iTunes vorgelegt. Demnach wurden über iTunes mittlerweile 25 Mio. Musiktitel verkauft.(pte)

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