"Es geht um Liebe, nicht um Hass"

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Der Soziologe Les Back ist seit seiner Jugend Fan des übel beleumundeten FC Millwall. Der ballesterer fm traf ihn zum Interview

ballesterer fm: Wie hat ihre Liebe zum MFC begonnen?
Les Back: An mein erstes Spiel kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, es wird wohl in den frühen 80er Jahren gewesen sein. Wirklich erwischt hat es mich zu der Zeit, als wir jene großartige Mannschaft hatten, die dann auch in die First Division aufgestiegen ist. Damals spielten Teddy Sheringham und Tony Cascarino für Millwall und wir erreichten Dinge, von denen wir bis dahin nur träumen konnten. Ich wuchs in den 70ern und frühen 80ern auf. Zu dieser Zeit durchlebte dieser Teil der Stadt brutale Veränderungen. Die Docks sperrten zu und die Communities, die sich rund um die Docks angesiedelt hatten, brachen auseinander. Die Menschen verloren ihre Arbeit, wanderten ins Umland ab und noch weiter. Das Einzige, was in diesem Umbruch unverändert blieb, war der Fußballklub. Meine Familie kommt aus diesem Teil von London. Am Samstag zu Millwall zu gehen, das war, wie seine Onkeln und Tanten zu besuchen. Es war die Gelegenheit mit einer Generation zu sprechen, die in einer vergangenen Welt lebte – in einer Welt, die bestimmt war von der Themse und den Docks. Ich glaube, das hat mich genauso beeindruckt wie der Fußball. Der Den war ein Ort der Kontinuität.

Les Back forscht und lehrt am Londoner Goldsmiths College. Der Soziologe und Co-Autor von "The Changing Face of Football", einer eingehenden Studie über den Rassismus in Englands Fußball, ist Millwall-Fan seit seiner Jugend. Sein Büro liegt 15 Gehminuten entfernt vom New Den, dem Stadion der "Lions".

ballesterer fm: Waren Sie vorher Anhänger eines anderen, erfolgreicheren Klubs?
Les Back:Nein, nie!

ballesterer fm: Aber Kinder sind doch immer Fans der erfolgreichen Teams.
Les Back:Das ist heute so, damals war das nicht so. Man hielt zu seinem örtlichen Verein. Es ist schwer, sich heute vorzustellen wie die Welt des Fußballs vor der Gründung der Premier League aussah. Die meisten Vereine hatten ihre Augenblicke des Ruhms und ihre Augenblicke der Hinfälligkeit. Der Bruch zwischen der Liga-Elite und dem Rest der Teams war bei weitem nicht so groß wie heute. Das ist ein ziemlich neues Phänomen. Es gab auch damals schon Kinder in meiner Straße, die für ManU waren, es gab welche, die Fans der größeren Londoner Mannschaften waren, Chelsea, Spurs, oder Arsenal. Aber viele waren es nicht. Meine Nichten und Neffen tragen heute Trikots von Arsenal oder ManU oder Liverpool. Die Verbindung zu dem jeweiligen örtlichen Verein ist schwächer geworden.

ballesterer fm: Wie sieht Ihr persönliches "Fever Pitch" aus? Wann war der Fußball wichtiger oder weniger wichtig für Sie?
Les Back:Ende der 70er versuchte die extreme Rechte den Fußball zu missbrauchen. Sie war zwar politisch nicht sonderlich erfolgreich mit dieser Strategie, trotzdem war damals die Stimmung in den englischen Stadien vergiftet. Rassistische Chants waren an der Tagesordnung – und es waren nicht zwei oder drei Typen auf der Tribüne, die sie sangen, sondern Tausende. Obwohl ich als Kind das alles nicht wirklich verstand, war es sehr fremd für mich. Ich glaube, das hielt mich davon ab zum Fußball zu gehen. Am wichtigsten war Millwall für mich in meiner Zeit als Teenager, als ich damit anfing, jeden zweiten Samstag in den Den zu gehen, ohne erwachsene Begleitung, und auch auswärts mitzufahren.

ballesterer fm: Wie reagierten Ihre Kollegen auf der Universität, als sie erfuhren, dass ein Millwall-Supporter unter ihnen war?
Les Back:Bis vor sehr kurzer Zeit war Fußball kein Thema an der Uni. Es war ein Tabu – erst recht Millwall. Ich erwähnte es nicht. Es war, als ob man einer furchtbaren Perversion anhing (lacht). Erst in den letzten Jahren wurde Fußball trendy. Ich kann mich an ein Abendessen mit einigen der Professoren hier erinnern. Auf einmal kam das Thema Fußball auf. Rund um den Tisch nannte jeder sein Team, es fielen die üblichen Namen: Arsenal, West Brom, Nottingham Forest, Tottenham... Als ich an der Reihe war, wurden es auf einmal ganz still (lacht). Ich dachte mir: Fuck it, ich muss das diesen Herren nicht erklären! Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen! Ihr Bild von Millwall war das von einem faschistischen, gewalttätigen, rassistischen Klub. Die Dinge lagen aber immer viel komplizierter. Die Menschen, mit denen ich hier am meisten rede, sind die Portiere. Sie sind alle Fußballfans. Der Sicherheitschef des Goldsmiths College ist ein ehemaliger Millwall-Hooligan, ein fantastischer Mann.

ballesterer fm: Der sollte etwas von Sicherheit verstehen...
Les Back:Er ist ein sanfter Riese. Er hat niemandem wirklich Schaden zugefügt.

ballesterer fm: Gibt es eine spezielle Art von Fußball, die von den Millwall Fans geschätzt wird?
Les Back:Die gibt es ganz bestimmt. Fußball sollte mit Leidenschaft gespielt werden, mit Intensität und Durchschlagskraft. Er sollte nicht zu modisch sein, nicht zu verspielt, verspielte Fußballer mögen wir hier nicht. Wir wollen direkten und leidenschaftlichen Fußball sehen. Auch Können wird bei Millwall anerkannt, aber Leidenschaft und Einsatz sind wichtiger. Die Spieler, die bei Millwall zu Helden geworden sind, haben als Männer und am Spielfeld diese Eigenschaften verkörpert: Fleiß, harte Arbeit, Effektivität. Es sind die alten Werte der Docks und ihrer Arbeiterschaft.

ballesterer fm: Welche Spieler haben diese Werte besonders verkörpert?
Les Back:Harry Cripps war so einer. Harry Cripps war DER EINE! Er konnte Fußball spielen, er war hart und er zeigte Leidenschaft. Als Harry 1995 starb, war das, als ob man einen Verwandten verloren hätte, einen geliebten Menschen, weil er ein tiefes Symbol dafür war, was Millwall bedeutet. Harry war immer präsent, auch wenn er nicht im Den war, er wurde in einer Reihe von Liedern gefeiert. Wenn er uns im Stadion besuchte, drehten wir alle durch.

ballesterer fm: Was bedeutete der Umzug in den New Den für die Fans?
Les Back:Es ist komisch: Ich vergleiche es immer mit dem Umzug aus den abgewohnten, alten Reihenhäusern in die schönen, sauberen Gemeindebauten nach dem Krieg. Das neue Stadion hat alle Vorteile, wie saubere Toiletten und sonstige Annehmlichkeiten, aber etwas von der Geschichte, vom Kern dessen, was Millwall bedeutet, ging verloren. Wir sagen: »Ja, das neue Stadion ist nett und sauber«, aber in Wirklichkeit vermissen wir den Old Den. Der Den war eine halbverfallene Bude, man kam schwer hin, aber in Wirklichkeit war es ein verzauberter Ort, ein Altar der Erinnerung, eine Kultstätte. Obwohl man sich im alten Den bewegen konnte, wie man wollte, standen beim Anpfiff alle Leute jeden zweiten Samstag am selben Platz. Danach ging man hinters Tor, zur Mittellinie, das ist heute im New Den nicht mehr möglich.

"Der wortlose Roar - IIIIIIIIIOO: Keiner weiß, was das soll. Der ganze Den als ein einziger vibrierender Körper, das ist der Höhepunkt des Millwalltums. Der Roar ist ein eigener Aggregatszustand des Seins."

ballesterer fm: Warum sind die aktuellen Besucherzahlen vergleichsweise niedrig?
Les Back:Die Zahlen sind gefallen. Einerseits gibt es den Erfolgsfaktor, das ist offensichtlich, andererseits sind viele aus London weggezogen. Aber es ist nicht so, dass es keine Millwall-Fans gäbe. Als wir vor ein paar Jahren in Wembley spielten, im Finale des Auto Windscreen Shield (Anm. d. Red.: ein Cupbewerb für Teams der unteren beiden Divisionen) kamen 35.000 Millwall-Fans. Es gibt also genug, sie kommen nur nicht in den New Den und das hat verschiedene Ursachen.

ballesterer fm: Ich habe am Samstag 25 Pfund Eintritt bezahlt. Vielleicht ist das der Grund?
Les Back:Ja, das ist ein Grund. Aber man sieht genug Besucher, bei denen man sich fragt, woher sie das Geld nehmen. Wer das Geld auftreiben will, der treibt es auf. Der Preis ist nicht der einzige Grund. Ich glaube, dass viel von der Leidenschaft verloren gegangen ist, zusammen mit einigen der Old School People, die noch da waren, als ich angefangen habe zu Millwall zu gehen. Man geht nicht nur zu einem Spiel, um Fußball zu schauen. Das kann man auch im Fernsehen. Aber man kann nicht in einem Mob stehen via Sky TV. Der wortlose Roar - IIIIIIIIIOO: Keiner weiß, was das soll. Der ganze Den als ein einziger vibrierender Körper, das ist der Höhepunkt des Millwalltums. Der Roar ist ein eigener Aggregatszustand des Seins. Es gibt keinen Ersatz für den Lärm, für den Geruch, für das gegenseitige Aufziehen, für alles, was sich abseits des Spielfeldes abspielt. Vieles davon hat sich verflüchtigt durch den New Den, der ein reines Sitzplatzstadion ist. Ich glaube, das ist die Ursache für die gefallenen Besucherzahlen. Niemand wünscht sich die schmutzigen Sachen zurück – dass man sich gegenseitig mit Stanley Messern aufschlitzt und so – aber man hat den Fußball domestiziert, entmännlicht und das zerstört ihn auf eine gewisse Weise.

ballesterer fm: Ich habe mich beim Match gegen Palace nicht unwohl gefühlt. Woher kommt der Mythos Millwall, das Stereotyp vom rassistischen Hooligan?
Les Back:Mittlerweile ist die Art, wie das Problem verstanden wird, selbst ein Teil des Problems. Jeder im Fußball ist froh, dass es ein oder zwei Vereine gibt, die man als die faulen Äpfel im Korb hinstellen kann. Jeder Fleet Street-Journalist hat eine fixfertige Millwall-Geschichte auf seinem Laptop. Sobald nur eine Kleinigkeit passiert, geht es schon los, und es ist immer dasselbe: Es fängt an mit der Handgranaten-Attrappe aus den 60ern, irgendwann kommen die Krawalle in Luton 1985 und so weiter und so fort. Ich glaube an keine Verschwörungstheorie, es ist halt einfach sehr bequem, solche Geschichten zu schreiben. Man kann alles über Millwall-Fans schreiben und es wird geglaubt. Als Millwall-Fan kämpft man immer an zwei Fronten: Einerseits gegen die, die uns alle als gewalttätige, faschistische Untermenschen bezeichnen, andererseits gibt es natürlich wirkliche Probleme bei uns. Ich will nicht, dass sich meine Tochter hasserfüllte Beleidigungen gegnerischer schwarzer Spieler anhören muss. Nur, der Kampf gegen die echten Probleme wird durch den Mythos erschwert.

ballesterer fm: Wie Sie selbst erwähnen, gibt es Probleme. Wie entstehen Situationen wie voriges Jahr am 2. Mai, beim Playoff-Spiel gegen Birmingham City?
Les Back:Es gibt zwei Ebenen des Problems. Solche Sachen passieren, wenn sich jemand Freiheiten uns gegenüber herausnimmt, wenn wir in unseren Werten tief verletzt werden. Zwei Jahre vor diesem Spiel waren wir in Birmingham und sie setzten uns auf den unteren Rang, die City-Fans über uns. Das ganze Spiel hindurch prasselten Golfbälle, Holzstücke - einfach alles, was man werfen kann - auf uns herab. Es war ein Albtraum und niemand tat etwas dagegen. In der Presse war natürlich nichts davon zu lesen. Als dann Birmingham City in den Den kam, wusste jeder, dass etwas passieren würde. Die Atmosphäre war aufgeheizt. Es gab ein tiefes Bewusstsein unter den Millwall-Fans, – und nicht nur unter denen, die immer Ärger suchen – dass uns Unrecht angetan worden war. Sie haben dann nicht viele City-Fans erwischt, es waren nur 50 da, und die blieben zu ihrer eigenen Sicherheit sechs Stunden im Stadion (lacht). Aber draußen herrschte das blanke Chaos. Weil keine City-Fans zu finden waren, entlud sich alles gegen die Polizei. Da waren nicht nur ein paar schwarze Schafe dabei, das waren Tausende. Das kann passieren, das ist die eine Ebene des Problems.

ballesterer fm: Und der andere Aspekt?
Les Back:Wie ich schon gesagt habe, ist der Millwall FC ein Symbol der Kontinuität in einer Welt, die sich rasant ändert. In den letzten fünf Jahren kommen sehr viele junge Männer aus den Vororten, deren Familien aus Inner London stammen, deren Großvater vielleicht noch in den Docks gearbeitet hat. Aus der Sicht dieser jungen Männer ist das Bild von Millwall – von diesen harten Kerlen, die jeder fürchtete – attraktiv. Sie kommen zurück und versuchen eine Verbindung herzustellen zu ihrer Geschichte und sie knüpfen an beim Hooliganismus der 70er Jahre, als der schlechte Ruf Millwalls seinen absoluten Höhepunkt erreicht hatte. Aber sie kriegen es nicht ganz hin. Wenn diese Kids den Roar machen, klingt er zu hoch. Das ist die andere Ebene, diese jungen Männer, die ihre Verbindung zur Geschichte suchen. Und um ehrlich zu sein, obwohl einige von ihnen sich ziemlich hässliche Sachen zu Schulden kommen haben lassen, sind die wirklich Gefährlichen noch immer die Alten, Männer um die 40, 50.

ballesterer fm: In der Öffentlichkeit werden das Gewalt- und das Rassismusproblem zumeist verknüpft.
Les Back:Für diejenigen, denen es nützt, ist es natürlich sehr einfach, es so darzustellen, als ob der Rassismus nur eine Erweiterung des Hooliganismus sei. Es stimmt halt einfach nicht. Einer der gefürchtetsten Boxer bei Millwall war Tiny, ein Schwarzer. Es hat immer eine Gruppe schwarzer Fans aus Brockley gegeben, ein halbes Dutzend ernst zu nehmende Typen. Ihre Faces wurden respektiert, beinahe verehrt.

""Millwall FC ist ein Symbol der Kontinuität in einer Welt, die sich rasant ändert."

ballesterer fm: Wie soll man der Herausforderung begegnen, die dunklen Seiten des Mythos los zu werden, ohne die Identität von Millwall zu zerstören?
Les Back:Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ich denke, die Trennlinie verläuft zwischen Liebe und Hass. Es kommen viele Menschen aus reiner Liebe und Verbundenheit mit diesem Stadtteil und seiner Geschichte. Das halte ich für sehr wertvoll, diese Möglichkeit, die eigene Geschichte jeden zweiten Samstag lebendig werden zu lassen. Andererseits gibt der Mythos vielen Menschen eine Rechtfertigung ihren Hass auszuleben. Es gibt diese Art von Anti-Charisma. Unser Lied »No One Likes Us, We Don’t Care« hat sehr viel für sich. Es ist uns egal, wenn die anderen uns nicht mögen. Was wir an Millwall lieben, ist für andere nicht zu verstehen. Es ist außerhalb ihrer Erkenntnismöglichkeiten. Aber es geht um Liebe, nicht um Hass.

ballesterer fm: Was ist das Besondere an Südost-London? Es gibt diese alte Rivalität mit West Ham, das in Ost-London zu Hause ist. Wo liegen die Unterschiede?
Les Back:Manchmal mag man gerade die nicht, die einem selbst am ähnlichsten sind. Es sind zwei sehr ähnliche Stadtteile, die nur durch den Fluss von einander getrennt sind. Beide sind durch die Docks geprägt, durch harte körperliche Arbeit. Es gab auch eine andere Seite der Wirtschaft in diesen Communities: kleine Händler, am Rande der Legalität, Leute, die die Grenzen ein wenig ausdehnen. Und es gab die Gangs, bei uns die Richardsons, im East End die Krays. Darum geht es bei dieser Rivalität. West Ham ist ein gleichwertiger Gegner. Wir nehmen West Ham ernst.

ballesterer fm: Wie sehen Sie den Weg, den der Präsident des Millwall FC, Theo Paphitis, einschlägt?
Les Back:Ich muss gestehen, ich bin ein Fan von ihm. Er versteht die komplexen Zusammenhänge, über die wir gesprochen haben. Er weiß, wo er ansetzen muss, wann und wie hart. Das Membership Scheme (Anm.: In der Saison 2002/03 wurden Tickets nur an Vereinsmitglieder verkauft) letztes Jahr war hart, aber es war notwendig. Was die sportliche Entwicklung angeht setzt er den Millwall FC auf die richtigen Gleise. Er setzt auf die örtlichen Jugendlichen. Ich bin unendlich stolz auf unsere Jungs, die Hälfte von ihnen kommt aus dem eigenen Nachwuchs. Es ist wunderbar ein Team anzufeuern, das den Teil der Stadt authentisch repräsentiert, in dem ich lebe.

ballesterer fm: Was denken Sie über Teddy Sheringham, der letztes Jahr Portsmouth den Vorzug vor Millwall gegeben hat?
Les Back: Außer zu heulen? (lacht) Teddy ist ein Freund des Klubs. Es gibt viele Kinder in Südost-London, die John »Teddy Sheringham« heißen. Er kommt immer wieder einmal her und er wird immer willkommen sein. Ich hoffe, wir kriegen ihn nächstes Jahr.

ballesterer fm: Dann ist er 38.
Les Back: Ich würde ihn mit 48 nehmen!

ballesterer fm: Sind sie ihm nicht böse, dass er Portsmouth den Vorzug gegeben hat?
Les Back:Ich denke, er wollte noch einmal ernsthaft verdienen. Wahrscheinlich konnten wir ihm das nicht bieten. Aber er wird noch immer geliebt. Wir Lions sind zwar stolz, aber Millwall war nie ein Klub, der sich diese Art von Hochmut leisten konnte.

Das Interview führte HANS-GEORG EGERER


Die zehnte Ausgabe des Fußballmagazins "ballesterer fm" ist schwerpunktmäßig dem FC Millwall gewidmet. Auf 25 Seiten werden neben der Geschichte des MFC vor allem das Spannungsdreieck Gewalt-Rassismus-Medien thematisiert und die sozialen Befindlichkeiten im Südosten Londons beleuchtet.

Der neue "ballesterer fm" ist in diversen Verkaufsstellen zum Preis von 2,50 Euro erhältlich. Ein Jahresabonnement zum Preis von 13 Euro (Inland) kann auf www.ballesterer.at geordert werden.

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