Sportgate-Pleite: Happy End für Becker

7. Jänner 2004, 14:49
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Millionenforderung gegen Ex-Tennisstar vor Gericht abgeschmettert

Ex-Tennisstar Boris Becker muss nicht mit einem Millionenbetrag für die Insolvenz der Internetfirma Sportgate haften. Die 12. Zivilkammer des Landgerichts München I schmetterte am Donnerstag die Forderung von Sportgate-Insolvenzverwalter Hartwig Albers auf Zahlung von 1,5 Millionen Euro plus Zinsen ab. Becker muss aber rund 5.700 Euro wegen so genannter Unterbilanzhaftung zahlen. Der 36-Jährige war an der Internetfirma beteiligt, die 2001 nur wenige Monate nach dem Start in die Pleite schlitterte. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.

Glamouröser Start

Glamourös war Sportgate als Internetportal angekündigt worden, das mit Sportinformationen und Kontaktbörsen vor allem Freizeitsportler ansprechen wollte. Vor dem Brandenburger Tor in Berlin posierte Werbeträger Becker damals für die Medien-Welt. "Ist ja klar", sagte er, natürlich wolle er auch Geld verdienen. Daraus wurde nichts: Erst ging Sportgate mit monatelanger Verspätung an den Start, dann war das Internetportal innerhalb weniger Monate zahlungsunfähig. (APA/dpa)

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