Werberat kritisiert irreführende Erlagscheinwerbung

25. Jänner 2000, 12:45

Unseriöse Praktiken für Eintragungen in Verzeichnisse nehmen zu - Ab 30. April 2000 gesetzlich verboten

Der Österreichische Werberat warnt vor Firmen, die sich oft als Verlage bezeichnen und Angebotsformulare für Eintragungen in Adressen-, Telefon-, oder Branchenverzeichnisse versenden, die von den Adressaten fälschlicherweise für Rechnungen gehalten werden können. Insgesamt werde mit solchen Aussendungen der Eindruck eines bereits bestehenden Auftragsverhältnisses erweckt, so der Werberat m Dienstag in einer Presseinformation. Ab Mai seien solche Praktiken gesetzlich verboten.

Beim Werberat häuften sich die Beschwerden über diese Art der irreführenden Erlagscheinwerbung. Der jüngste Fall sei eine Beschwerde über ein Offert der Firma Interdesign Malang & Woblistin GesBR. für die Eintragung in ein Internet Branchenverzeichnis, das den Eindruck einer Zahlungsaufforderung vermittle. Bei dieser Aussendung sei weder explizit noch grafisch darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um ein Angebot handelt. Der Werberat habe den sofortigen Stopp der Kampagne verlangt.

Ab 30. April 2000 sind solche Geschäftspraktiken auch per Gesetz verboten. Im Rahmen der jüngsten Novellierung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) wurde laut Werberat ein ausdrückliches Verbot der sogenannten Erlagscheinwerbung (§ 28 a UWG). Verstöße können dann mit Verwaltungsstrafen bis zu 40.000 S (2.907 Euro) geahndet. (APA)

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