Ryanair zieht im Rechtsstreit den Kürzeren

1. Jänner 2004, 20:21
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Im Streit um Straßburger Millionen-Subventionen verliert Ryanair - Auch Oberverwaltungsgericht erklärt IHK-Zuschüsse für nichtig

Nancy - Im Rechtsstreit um millionenschwere Subventionen aus Straßburg ist die irische Billigfluggesellschaft Ryanair auch in zweiter Instanz gescheitert. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Justizkreisen erfuhr, erklärte das Oberverwaltungsgericht im ostfranzösischen Nancy Vereinbarungen zwischen Ryanair und der Industrie- und Handelskammer der elsässischen Metropole für nichtig. Das Unternehmen hatte mit dem Versprechen von Gratis-Tickets Demonstranten vor das Gericht geladen und rund 200 Freiflüge verteilt.

In dem Fall hatte Ryanair bereits im Juni in erster Instanz eine juristische Niederlage kassiert. Das Straßburger Verwaltungsgericht stufte den Zuschuss von jährlich 560.000 Euro als wettbewerbsverzerrend und somit nicht rechtens ein. Ryanair stellte daraufhin seine Verbindung zwischen Straßburg und London/Stansted ein. Stattdessen ließen sich die Iren am rund 60 Kilometer entfernten deutschen Regionalflughafen Baden-Airport in Baden-Württemberg nieder. (APA)

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    Im Rechtsstreit um millionenschwere Subventionen aus Straßburg ist die irische Billigfluggesellschaft Ryanair auch in zweiter Instanz gescheitert.

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