Ein Hoch auf den Tiefbau

28. Dezember 2003, 21:30
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Die Baubranche legte im ersten Halbjahr um fast zehn Prozent zu - Tiefbau war mit Produktionsplus von 12,1 Prozent das Zugpferd

Wien - Die Hoch- und Tiefbauunternehmen Österreichs haben von Jänner bis Juni 2003 einen Bauproduktionswert von 4,5 Mrd. Euro - das ist ein Plus von 9,6 Prozent im Vorjahresvergleich - erwirtschaftet. Wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte, entwickelte sich die Produktion dabei sowohl im Tiefbau (+12,1 Prozent) als auch im Hochbau (+6,3 Prozent) positiv. Die Daten des Baunebengewerbes sind hier nicht berücksichtigt.

Hohe Zuwachsraten verzeichneten die Bausparte Spezialbau und sonstiger Tiefbau sowie Abbruch-, Spreng- und Erdbewegungsarbeiten (jeweils +37,8 Prozent), eine zweistellige Steigerung war auch im Wasserbau, Straßenbau, Brücken- und Hochstraßenbau, im sonstigen Hochbau, bei den Adaptierungen im Hochbau und im Eisenbahnoberbau festzustellen. Ein (einstelliger) Rückgang war nur im Tunnelbau sowie im Industrie- und Ingenieurbau zu beobachten.

Mehr öffentliche Investitionen

Die öffentliche Bautätigkeit legte im Vergleichszeitraum Jänner bis Juni 2003 gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent auf insgesamt 1,61 Mrd. Euro zu. Mit einem Anteil von 63,4 Prozent an den Gesamtinvestitionen des öffentlichen Sektors übertraf die Sparte Tiefbau (insgesamt 1,01 Mrd. Euro, +12,7 Prozent) die Bausparte Hochbau (512 Mio. Euro, +5,8 Prozent) deutlich. Besonders markant war der Zuwachs in den Teilsparten Abbruch-, Spreng- und Erdbewegungsarbeiten (fast verdoppelt), im Spezialbau und sonstigen Tiefbau, im sonstigen Hochbau sowie im Straßenbau und Eisenbahnoberbau. Im Industrie- und Ingenieurhochbau hingegen war die Entwicklung um mehr als zwei Drittel rückläufig.

Regional betrachtet weisen Salzburg, Wien, Kärnten und Oberösterreich zweistellige Zuwachsraten auf. Ein leichter Rückgang der Bautätigkeit war dagegen im Burgenland und in Tirol zu beobachten. (APA)

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    Die öffenliche Hand investierte im ersten Halbjahr mehr als eine Milliarde in den Tiefbau und mehr als die Hälfte in den Hochbau

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