RCB hält bei Wolford an "Neutral" fest

9. Jänner 2004, 17:28
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Strumpfhersteller in schwieriger Marktposition - Schwacher Dollar belastet

Wien - Der Vorarlberger Strumpf- und Bodyhersteller Wolford hat laut Raiffeisen Centrobank (RCB) mit seiner schwachen Position auf den wichtigsten europäischen Märkten zu kämpfen. Deshalb - verbunden mit der anhaltenden Dollar-Schwäche - hält Analystin Klara Szekffy an ihrer Empfehlung "Neutral" für Wolford-Aktien fest.

Wie es in einer am Donnerstag vorgelegten RCB-Studie heißt, führe die schlankere Kostenstruktur im laufenden Geschäftsjahr zu einer Verbesserung beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), weshalb die Gewinnschätzung von 0,61 auf 0,76 Euro je Aktie angehoben wird. Für 2004/05 werden unverändert 1,19 Euro und für das Folgejahr 1,57 Euro je Anteilsschein erwartet, Den wichtigste Umsatztreiber für das Unternehmen stellt laut Szekffy aber weiterhin der US-Markt dar, der vom größeren Wirtschaftswachstum profitieren soll.

Negativer Trend

In den umsatzstärksten europäischen Märkten Österreich, Deutschland und Frankreich sei der Anteil am Gesamtumsatz im ersten Halbjahr hingegen von 46 auf 43,5 Prozent gefallen, damit habe sich der negative Trend der letzten Jahre fortgesetzt, heißt es. Erstmals habe Wolford auch in den Umsatz treibenden zentral- und osteuropäischen Märkten Gegenwind verspürt. Für das Geschäftsjahr 2003/04 schätzt die RCB den Umsatz nur mehr auf 121 Mio. Euro und reduziert die Prognose damit um 5,5 Prozent von bisher 128 Mio. Euro.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Mitbewerber ist Wolford laut Szekffy fair bewertet, für 2004/05 errechnet die Aktienexpertin aber einen Abschlag von 26 Prozent auf Basis des Kurs/Gewinn-Verhältnisses. "Die Margenschwäche der Wolford-Gruppe rechtfertigt diese Bewertung", heißt es weiter. (APA)

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