Söhne von Dichand und Soravia investieren ins Internet

25. Jänner 2000, 10:17

Auktionshaus OneTwoSold startet mit kräftiger "Krone"-Unterstützung - Osteuropa-Expansion geplant

Wien - Mit tatkräftiger Unterstützung der Kronen Zeitung, die das Auktionshaus in ihr Web-Angebot integriert, will die Wiener OneTwo Internet GmbH auf Anhieb die Nummer Eins unter Österreichs Online-Versteigerern werden. "Wenn wir das nicht schaffen haben wir versagt", gab sich Geschäftsführer Michael Fried anlässlich der Präsentation des Projekts "OneTwoSold" Montag Abend in Wien kämpferisch.

Hauptgesellschafter bei OneTwo sind mit Christoph Dichand und Erwin Soravia Jr. die Sprösslinge von Krone-Herausgeber Hans Dichand und Bauholding-Vorstand Erwin Soravia. Sie halten jeweils 44,3 Prozent an der Firma. Der Rest entfällt auf Fried (zehn) und auf den Treuhänder Peter Sommerer (1,4 Prozent).

Beim Start am 1. Februar wird OneTwoSold laut Fried etwa 1.000 Produkte im Angebot haben. Bis Ende 2000 sollen 50.000 Auktionate unter den virtuellen Hammer kommen. Als Verkäufer wird OneTwo dabei nicht selbst auftreten, sondern Privat- und Geschäftskunden wie Lauda Air, Libro oder dem Dorotheum Platz auf seiner Homepage überlassen. Für Private ist das Angebot gratis, bei Firmen fällt eine monatliche "Miete" von zumindest 20.000 Schilling an. Weitere Services wie Werbung auf der Startseite werden extra berechnet. Bis Jahresende will Fried 20 bis 25 Firmen an Bord haben.

Für den nötigen Bekanntheitsgrad soll unter anderem ein Werbeetat im zweistelligen Millionen Schilling-Bereich mit TV-Spots und Anzeigen in Zeitungen, Magazinen und im Internet sorgen.

Konkrete Börsenpläne wälzt Fried noch nicht. Fix geplant ist jedoch die Expansion nach Osteuropa: Ein Pilotprojekt in der Slowakei werde am 1. Mai starten. Polen, Ungarn und Tschechien sollen folgen. Anders als in der Slowakei, wo OneTwo auf der etablierten Marke "Shopping Park Soravia" (SPS) aufbauen will, suche man dort aber noch nach bekannten Partnern, vorzugsweise aus dem Printmedienbereich. In Deutschland rechnet sich OneTwo auf Grund der hohen Marktsättigung keine Chancen aus. (APA)

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