Lehman Brothers: OMV 2004 weiter schwächer als Europa-Konkurrenz

9. Jänner 2004, 17:28
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"Underweight" für heimischen Mineralölkonzern

Wien - Während die europäische Mineralöl-Konkurrenz am Mittwoch von der Investmentbank Lehman Brothers neuerlich mit "Neutral" eingestuft wurde, heißt es zur heimischen OMV lediglich "Underweight". In Europa vermuten die Analysten eine aktuelle Unterbewertung von 10 bis 15 Prozent, beim heimischen Mineralölkonzern sei aber mit das größte Abwärtsrisiko auszumachen, heißt es im "Integrierten Öl-Ausblick 2004" des Instituts.

Im kommenden Jahr sei kein bedeutendes Aufwärtspotenzial für internationale Öl-Aktien zu erwarten, deshalb stufen die Aktienexperten die Branche in den USA sowie in den Wachstumsmärkten mit "Negative" ein.

Preis-Steuerung

2004 werde ein weiteres Jahr, in dem die OPEC die Unternehmensgewinne "diktieren" wird, heißt es. Fundamentale Gründe würden angesichts der von der Erdölvereinigung angestrebten Preis-Steuerung in den Hintergrund gedrängt. 2004 wird der Preis für ein Barrel Öl der Marke Brent bei durchschnittlich 24 Dollar liegen, schätzt Lehman Brothers. Im Downstream-Bereich müsse zudem mit einer Verringerung der Gewinnspannen gerechnet werden.

Ebenfalls auf "Untergewichten" stehen bei Lehman Brothers in Europa Norsk Hydro, Statoil sowie Yukos. BP, Eni und Repsol sind mit "Equal weight" eingestuft. Für Royal Dutch, Shell T&T, Total, BG Group, aber auch Yukos, lautet die Empfehlung auf "Übergewichten".(APA)

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