Flachbildschirme im Test

7. Jänner 2004, 10:32
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Magazin "Konsument": Durchwegs "gute" Produkte - Preise gehen runter, Schönheitsfehler bleiben

TFT (Thin Film Transistors) nennen sich jene platzsparenden und leichtgewichtigen Bildschirme, die heute bereits zur Standardausrüstung preisgünstiger PC-Sets gehören. Wer noch am dickbauchigen Röhrenmonitor arbeitet und seine PC-Ausstattung modernisieren möchte, findet in der Jänner-Ausgabe des Testmagazins "Konsument" einen Preis- und Qualitätsvergleich von 13 aktuellen TFT-Monitoren in der Preisklasse von 360 bis 570 Euro. Die auf Bildqualität, Handhabung, Vielseitigkeit, Verarbeitung und Umwelteigenschaften getesteten Flachbildschirme schneiden fast alle "gut" ab. Lediglich "Fujitsu Siemens C17-2" um 400 Euro erhielt die Note "durchschnittlich". Hinsichtlich Preis-/Leistungsverhältnis empfehlen die "Konsument"-Tester bei den 15-Zoll-Schirmen das Modell "Iiyama ProLite E390S" um 380 Euro, bei den 17-Zoll-Schirmen ist der teuerste Monitor "Eizo FlexScanL557" der beste. Gute Alternative ist auch "LG Flatron L1711S" um 450 Euro.

Schönheitsfehler

Obwohl die Qualitätsunterschiede bei Flachbildschirmen geringer wurden, konnten nicht alle Makel, die bereits in den früheren Tests festgestellt wurden, behoben werden. So ist es beim Kauf eines TFTs nach wie vor wichtig, auf Pixelfehler - also jene Punkte auf dem Bildschirm, die gerade bei intensiver und genauer Arbeit sehr störend sein können - zu achten. Diese irritierenden Bildfehler am Monitor können schwarz, weiß oder bunt sein. Bei den meisten Test-Monitoren stach auch der geringe Betrachtungswinkel als Manko hervor: Wer nicht direkt vor dem Gerät sitzt, hat Schwierigkeiten, das Bild genau zu erkennen. Einen weiteren Schönheitsfehler entdeckten die "Konsument"-Tester bei der Farbgleichmäßigkeit. Hier musste sich mehr als die Hälfte der Flachmänner mit einer durchschnittlichen Bewertung zufrieden geben. Außerdem ist die fix vorgegebene Auflösung bei TFTs ein Nachteil: Die Bildgröße kann ohne Schärfeverlust nicht geändert werden.

Punkte

Punkten können die Flachbildschirme durch ihre geringen Abmessungen. Das schmalste Gerät ist lediglich 13 Zentimeter tief, das leichteste wiegt nur 2,9 Kilogramm. Weiterer Pluspunkt ist der Strom-spar-Effekt. Röhren-Monitore verbrauchen etwa vier- bis fünfmal mehr Energie. Verzerrungen und Flimmern fallen konstruktionsbedingt ebenfalls weg - in der Geometrie sind die Flachbildschirme unschlagbar.

Obwohl nun die 17-Zoll-Geräte stark im Kommen sind - sie entsprechen etwa einem 19-Zoll-Röhrenmonitor - ist für den Alltagsgebrauch ein 15-Zoll-Flachbildschirm durchaus ausreichend. Die kleineren TFTs gibt es ab 360 Euro, bei den 17-Zoll-Geräten starten die Preise bei 400 Euro. Für das teuerste Gerät bei den 17-Zöllern muss man etwa 570 Euro auf den Ladentisch blättern, bei den 15-Zoll-Schirmen hingegen nur 420 Euro. (red)

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