High-Tech-Geräte zum Datenklau am Bankomat

30. Dezember 2003, 18:06
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Minikamera und Lesegeräte im Einsatz - In Österreich noch keine Fälle bekannt

High-Tech-Geräte werden von Kriminellen eingesetzt, um EC-Karten zu fälschen und damit an Bankomaten abheben zu können, bestätigte der Leiter der Falschgeldzentralstelle des Bayerischen Landeskriminalamtes, Eduard Liedgens entsprechende Informationen des ARD-Magazins "Plusminus". In Österreich sind diese Praktiken noch nicht bekannt, sagte Michael Braunsperger von der Kriminaldirektion 1 auf Anfrage der APA.

Minikameras

Videoleisten, die an Automaten geklebt werden, übertragen per Minikamera die Eingabe des Pin-Codes per Funk, erklärte Liedgens. Um den Magnetstreifen ablesen zu können, wird ein Vorsatz vor den Kartenschlitz geklebt. Mit diesen Informationen können die Täter Kartenkopien herstellen und Geld abheben. "Es ist aus Sicht der Täter eine einfache und geniale Möglichkeit", sagte der Fachmann.

Nicht neu

Angewendet werde diese Technik seit rund zwei Jahren, in den vergangenen Wochen sei es gehäuft zu diesen Manipulationen an Bankomaten gekommen. Der vorweihnachtliche Einkaufsrummel lasse Kunden unaufmerksam werden.

Achtung

Bei der Kriminaldirektion der Wiener Polizei wurden noch keine ähnlichen Fälle gemeldet, sagte Braunsperger. Auch von der Betreiberfirma der Bankomate, Europay, sei noch keine Warnung eingelangt. Kunden sollten auf jeden Fall aber Veränderungen an ihnen bekannten Automaten achten und diese sofort an das Geldinstitut melden. (apa)

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    High-Tech-Geräte werden zum Datenklau am Bankomat verwendet.

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