Dollar bringt Notenbanken ins Schwitzen

1. Jänner 2004, 19:25
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Der schwächelnde Greenback zwingt Notenbanken der Euro-Zone zu massiven Abschreibungen - Allein bei Deutscher Bundesbank sechs Milliarden Euro

Hamburg - Der schwache Dollar zwingt die zwölf nationalen Notenbanken der Euro-Zone zu Abschreibungen in Milliardenhöhe. Allein bei der Deutschen Bundesbank stehen nach Berechnungen der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch) bei dem aktuellen Wechselkurs von rund 1,23 Dollar Abschreibungen von bis zu 6 Mrd. Euro an - annähernd gleiche Dollar-Bestände wie in der Bilanz von 2002 vorausgesetzt.

"Wir werden weniger Gewinn als im vergangenen Jahr machen", sagte Bundesbankvorstandsmitglied Hans Georg Fabritius der "FTD". Auch das niedrige Zinsniveau sei dafür verantwortlich. Das deutsche Finanzministerium muss laut "FTD" deshalb damit rechnen, dass die Bundesbank ihm für 2003 einen noch geringeren Gewinn überweist als 2002. Bereits damals hatte sich der Gewinn auf rund 5,4 Mrd. Euro halbiert.

In Österreich und den Niederlanden ist die Situation ähnlich. "Es wird nicht unser brillantestes Jahr", sagte der Chef der niederländischen Notenbank, Arnout Wellink, der "FTD": "Den aktuellen Wechselkurs angenommen, machen wir keine Verluste, aber das liegt auch daran, dass wir in diesem Jahr Gold verkauft haben."(APA/dpa)

  • Der schwache Dollar zwingt die zwölf
nationalen Notenbanken der Euro-Zone zu Abschreibungen in
Milliardenhöhe.
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    Der schwache Dollar zwingt die zwölf nationalen Notenbanken der Euro-Zone zu Abschreibungen in Milliardenhöhe.

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