Phettberg hat Bock auf Weihnachten

16. Dezember 2003, 19:31
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"Vor kurzem war ich bei der Besetzung des Obdachlosenheims in der Meldemannstraße - aber ich habe dann lieber zu Hause geschlafen." Es sind Geständnisse wie dieses, die Hermes Phettbergvon jenen unterscheiden, die außer permanentem "Ich-ich-ich"-Gerufe nichts zu sagen haben - sich dadurch aber keineswegs abhalten lassen, unentwegt aus dem öffentlich-rechtlichen Privatfernsehen zur Nation zu plappern. Phettberg labert nicht, er erzählt - und um das zu erleben, muss man nicht einmal die Unbill des übrigen ATV+-Programmes auf sich nehmen: Ende vergangener Woche etwa räsonierte der Prediger am Wallensteinplatz darüber, dass er "siebeneinhalb Jahre glaubte, ein guter Talkmaster zu sein" - jetzt, wo er wieder zu sehen sei, erkenne er "das Gegenteil".

Der sich selbst stets infrage stellende Erzähler philosophierte im Café "Frame" bei der von Robert Hinterberger ins Leben gerufenen Eventreihe "Bock auf Weihnachten" (fraubock.at) im 20. Bezirk. Zugunsten von Ute Bock, der Flüchtlingshelferin, deren Einsatz dem offiziellen Österreich die Schamröte ins Gesicht treiben müsste, sind in dieser Reihe in den nächsten Tagen noch Otto Lechner und Leon Askin im Einsatz. (DER STANDARD; Printausgabe, 17.12.2003

  • Charity rund um den Wallensteinplatz: Hinterberger, Phettberg
    foto: rottenberg

    Charity rund um den Wallensteinplatz: Hinterberger, Phettberg

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