tele.ring startet UMTS - um Lizenzbedingungen zu erfüllen

1. Jänner 2004, 11:49
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Wie T-Mobile und One "soft launch" - In ausgewählten Shops werden UMTS-Sim-Karten und "U15"-Handy von Siemens geboten

Wie T-Mobile Austria und One startet auch der viertgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber tele.ring bis Jahresende mit der dritten Mobilfunktechnologie UMTS – ausschließlich deshalb, um die Lizenzbedingungen zu erfüllen, die eine Mindest-Netzabdeckung von 25 Prozent der Bevölkerung und eine kommerzielle Inbetriebnahme vorschreiben. Die Mobilkom Austria und Hutchison ("Drei") sind bereits Anfang Mai kommerziell mit UMTS gestartet.

"Wirklicher Kundennutzen"

Man erfülle mit dem Start vor Jahresende 2003 die regulatorischen Rahmenbedingungen, "wirklichen Kundennutzen" mit Datendiensten biete hingegen das flächendeckend funktionierende GPRS-Netz, betonte der künftige (ab Jänner 2004 amtierende) tele.ring-Chef Michael Krammer am Dienstag in einer Pressemitteilung. Die UMTS-Netzabdeckung von tele.ring liege bei 27 Prozent, das 384 Kbit schnelle Netz sei in Wien, St. Pölten, Steyr, Linz, Wels, Innsbruck, Villach, Klagenfurt und Graz verfügbar. Für UMTS anmelden könnten sich tele.ring-Kunden in ausgewählten tele.ring Shops, wo auch UMTS-fähige SIM-Karten und das UMTS-Handy "U15" von Siemens erhältlich sei.

Eigenes Tarifmodell

tele.ring bringt mit diesem "soft launch" auch ein erstes Tarifmodell für UMTS und GPRS, das mit dem tele.ring-Tarif "mobil 180" kombinierbar ist. Bei einer monatlichen Grundgebühr von 35 Euro sei ein UMTS-Package mit 50 MB Daten (UMTS und GPRS) enthalten. Für darüber hinausgehende Datenvolumina würden 0,80 Euro je MB verrechnet. Ab dem zweiten Quartal 2004 soll die UMTS-Nutzung dann in alle Tarifmodelle integriert werden.

Technisch vorbereitet, aber ...

Auf Videotelefonie – bisher bietet nur Hutchison ("Drei") diesen Dienst – sei tele.ring technisch vorbereitet, freigeschalten werde diese Anwendung vorerst aber nicht, hieß es weiter. Die Einführung von MMS-Text-Bildnachrichten habe aber gezeigt, dass der Dienst für Kunden erst dann Sinn mache, wenn dieser netz- und handsetübergreifend möglich sei. Solange diese Voraussetzung nicht erfüllt sei, bleibe diese Anwendung "ein Minderheitenprogramm".

tele.ring betreute per Ende September 518.000 Mobilfunkkunden.(APA)

  • Das UMTS-Handy "U15" von Siemens

    Das UMTS-Handy "U15" von Siemens

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