Teile des beanstandeten Codes mit Zustimmung von SCO-Chefs in Linux eingebracht

1. Jänner 2004, 13:30
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Ehemaliger SCO-Entwickler des Unix-Herstellers bestätigt, dass Firmenchefs ihre Zustimmung gegeben hatten

Musste der vermeintliche Unix-Rechteinhaber SCO bereits vor wenigen Tagen einen Rückschlag im Prozess gegen IBM – wegen behaupteter Copyright-Verletzungen im Linux-Kernel – hinnehmen (der WebStandard berichtete), so muss die Firma momentan weitere Rückschläge hinnehmen. So hat ein ehemaliger Entwickler des Unternehmens, Tigran Aivazian, nun nicht nur bestätigt, dass er mit Wissen der Firmenleitung am Linux Kernel gearbeitet hat, sondern auch, dass er dabei Teile des beanstandeten Codes – mit expliziter Zustimmung seiner Chefs – integriert hat.

Beispiele

So war er unter anderem für das BFS Filesystem zuständig, in einem Mail an Groklaw weist er darauf hin, dass er dafür natürlich keinen propietären Unix-Code verwendet, trotzdem aber vor der Integration seine Vorgesetzten um Erlaubnis gefragt habe, den Code unter die GPL zu stellen, was ihm auch gewährt wurde. Spannender noch, dass er während seiner Zeit bei SCO an dem – von SCO nun beanstandeten – Multiprozessor-Code (SMP) im Linux Kernel mitgearbeitet hat, ein Umstand der die Firma in Argumentationsproblem bringen könnte.(apo)

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