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Jegliches menschliche Handeln ist durch den permanenten Austausch von Stoffen und Energie in das System der Natur eingebunden. Seit der industriellen Revolution ist der Stoff- und Energieeinsatz permanent angestiegen. Und damit sind praktisch all jene lokalen und globalen Umweltprobleme verbunden, die in den aktuellen politischen Debatten immer wieder auftauchen - also beispielsweise der Klimawandel, das Artensterben, die Verknappung von sauberem Wasser und vieles mehr.
Es ist wichtig den Material- und Energieverbrauch zu senken.
Zu dieser Senkung kann jeder beitragen. Um diesen Beitrag möglichst effizient zu gestalten, sollte sinnvollerweise so gespart werden, dass es sich einerseits wirklich lohnt und andererseits aber auch mit möglichst geringen persönlichen Einschränkungen verbunden ist. Der Materialverbrauch lässt sich in der Praxis keinesfalls nur auf das Gewicht jener Dinge reduzieren, die wir beim Einkaufen in die Tasche stecken. Die fertigen Produkte beinhalten auch den bei der Herstellung angefallenen Material- und Energieverbrauch. Dazu kommt noch der Material- und Energieverbrauch bei der Erstellung der Vorprodukte und der Herstellung der Maschinen, die zur Produktion benötigt werden usw. Diesen versteckten Verbrauch nennen wir den "ökologischen Rucksack" der Produkte. Bei manchen Produkten ist dieser ökologische Rucksack überraschend hoch, bei anderen hingegen niedriger, als man vermuten würde.
Der Fragebogen soll den Nutzern helfen, ein Gefühl für die Art und den Umfang der von Ihnen Verursachten Materialströme zu bekommen und somit die unterschiedlichen Folgen verschiedener Verhaltensweisen. Es werden vier Bereiche abgefragt: Mobilität, Nahrungsmittelkonsum, Wohnen und Lifestyle. Die ersten drei Bereiche sind für den überwiegenden Teil des Ressourcenverbrauchs privater Haushalte verantwortlich. Entsprechend groß ist ihre Bedeutung auch für eine Untersuchung des Privatkonsums. Der Kategorie "Lifestyle" kommt schließlich eine gewisse Symbolfunktion zu, da die Produkte aus diesem Bereich oft Aussagen über den allgemeinen Konsum sowie - daraus vereinfachend abgeleitet - den generellen persönlichen Konsum und somit den Materialbedarf einzelner zulassen. Gleichzeitig wird der Materialverbrauch dieser Produkte in der Diskussion oft überbewertet.
Der wissenschaftliche Hintergrund des Fragebogens
Die gesellschaftlichen Austauschvorgänge mit der Natur werden im Fragebogen in biophysikalischen Größen erfasst - darunter versteht man Mengenangaben wie Tonnen oder Kilowattstunden. Diese Methode trägt wesentlich dazu bei, die materielle Abhängigkeit menschlicher Aktivitäten von der Natur und ihren Ressourcenflüssen zu verdeutlichen. Somit können diese Daten eine Informationsbasis liefern, um eine nachhaltige Nutzungsform der natürlichen Ressourcen zu erreichen.
Als eine der wichtigsten Methoden zur Erfassung der biophysikalischen Grundlage von Gesellschaften hat sich die so genannte Materialfluss-Analyse (MFA) etabliert. Mit Hilfe der MFA ist es möglich, die Gesamtheit an natürlichen Ressourcen zu erfassen, die für die Ausübung und Aufrechterhaltung von bestimmten menschlichen Aktivitäten nötig sind (etwa die Herstellung eines Produkts, die Versorgung eines Haushalts, einer Stadt oder eines ganzen Landes).
Der wichtigste aus der Materialfluss-Analyse abgeleitete Indikator auf der Produktebene ist der "Materialinput pro Serviceeinheit" (kurz: MIPS). Die Berechnung dieses Verhältnisses ermöglicht einen Vergleich verschiedener Produkte und Produktionstechnologien hinsichtlich ihrer Umweltbelastung. Der im MIPS-Konzept berücksichtigte Materialaufwand besteht einerseits aus dem Produkt an sich, andererseits wird der ökologische Rucksack des Produkts abgeschätzt - also die Gesamtmenge an Natur, die zur Herstellung dieses Produkts beansprucht wurde, aber nicht im Produkt selbst steckt.
Der Fragebogen ist unter www.umweltoekonomie.at/mfa abrufbar. Er wurde vom Sustainable Europe Research Institute (SERI) im Auftrag des Forum Umweltbildung Wien erstellt.
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Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich suche Informationen über den ökölogischen Rucksack des Fahrrades oder Hinweise, wohin ich mich wenden kann, denn Literatur finde ich nicht.
Tausend Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
na ja als berufspendler (40km pro arbeitstag mit dem privatpkw mindestens) bringt man da schon einige tonnen, bei mir sind es über 15, zustande. und mit einer eher luxuriösen lebensart schafft man da auch einiges im bereich schmuck, mode, kleidung, urlaub usw.die 8,84 tonnen sind meines erachtens sehr wenig, da wird der großteil der wege mit fahrrad und zu fuß erledigt, die heizung erfolgt mit holz oder pellets und die kleider werden nicht alle jahre neu gekauft.anhand des resultats sieht man auch, in welchem bereich man liegt: über oder unter dem durchschnitt.
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