AUA mit allen Töchtern einig

1. Jänner 2004, 20:21
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Die 700 Austrian-Arrows-Mitarbeiter erhalten einen neuen Kollektivvertrag und mehr Gehalt - Zuvor wurde auch mit Streik gedroht

Wien - Betriebsrat und Geschäftsführung der AUA-Regionalflugtochter Austrian Arrows haben sich in der Nacht auf Dienstag auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt, der bis 2008 gilt. Die Kapitäne bekommen zwischen 2004 und 2008 insgesamt 20 Prozent mehr Gehalt, die Bezüge der Kopiloten werden an das derzeitige Gehaltsniveau der Lauda Air angepasst, sagte Betriebsrat Norbert Fröwis zum STANDARD. Die Einstiegsgehälter der Kapitäne steigen laut Fröwis von 4900 Euro im nächsten Jahr auf 5100 Euro und bis 2008 auf 5400 Euro (ohne Inflationsanpassung).

Die Bezüge der Flugbegleiter werden mit dem neuen Gehaltsschema bei der AUA und Lauda Air harmonisiert. Dem Vernehmen nach kostet die neue Regelung der AUA nächstes Jahr drei Mio. Euro. Je größer die künftige Expansion, desto billiger wird es für das Unternehmen.

Vereinbart wurde auch, dass die Austrian-Arrows-Piloten ab nächstem Jahr statt zwei drei Prozent des Bruttogehalts als Pensionsbeitrag leisten. Die Kapitalsgehaltstabelle wurde um fünf auf 17 Annualsprünge verlängert. Und bei Nachfragerückgängen kann künftig Kurzarbeit vereinbart werden.

Neuausrichtung

AUA-Chef Vagn Sörensen sagte, die laufende Neuausrichtung des Konzerns bilde eine "solide Grundlage" für die geplante Expansion im Regional-, Mittel- und Langstreckenverkehr. Tyrolean-Geschäftsführer Johann Messner sprach von einer "fairen Lösung", den durch den neuen KV entstehenden "tragbaren Mehrkosten" stehe eine "Flexibilisierung der Produktionsbedingungen" gegenüber.

Die Gruppe verzeichnete im November 2003 einen deutlichen Anstieg bei Passagierzahlen und Auslastung im Linienverkehr. Die Zahl der Fluggäste stieg um 7,1 Prozent auf 654.000. Die Auslastungszahlen erhöhten sich um 7,8 Prozent auf 72,9 Prozent.

Rückgang

Von Jänner bis November ging die Zahl der Passagiere hingegen um 4,6 Prozent auf knapp 7,87 Millionen zurück. Im Charterbereich betrug der Rückgang sogar 9,4 Prozent (auf 1,37 Millionen Fluggäste), während die Zahl der Linienpassagiere um 3,5 Prozent auf 6,5 Millionen zurückging.

Durch die neue Bahn-Express-Verbindung, des City Airport Train (CAT), zum Flughafen Wien können die Passagiere der AUA und der Star Alliance den Check-in bereits am Bahnhof Wien-Mitte erledigen. Die AUA ist mit insgesamt vier Schaltern und acht Check-in-Automaten im Bahnhofsterminal vertreten. Bereits 24 Stunden vor Abflug ist dort das Check-in möglich, der spätestmögliche Zeitpunkt zum Einschecken mit Gepäck ist 90 Minuten vor Abflug. Die AUA-Schalter in Wien-Mitte sind täglich zwischen 05.00 Uhr und 23.00 Uhr geöffnet. (Claudia Ruff, DER STANDARD Printausgabe, 17.12.2003)

  • AUA-Boss Sörensen: Die Neuausrichtung des Konzerns bildet eine solide Grundlage für die geplante Expansion
    foto: cremer

    AUA-Boss Sörensen: Die Neuausrichtung des Konzerns bildet eine solide Grundlage für die geplante Expansion

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