Gefährliche Faltenbehandlung

18. Jänner 2004, 16:49
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SchönheitschirurgInnen warnen vor flüssigem Silikon-Öl und fordern Verbot der Methode

Krefeld - Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie warnt vor der Behandlung von Falten mit flüssigem Silikon-Öl. Zwar sei dieses Verfahren noch immer zugelassen, sagte der Präsident der Gesellschaft, Heinz Bull. Doch noch Jahre nach der Behandlung könne es zu schlimmen Entzündungen und Entstellungen kommen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten. Die PatientIn sei für immer entstellt. "Flüssiges Silikon-Öl ist eine tickende Zeitbombe im Gewebe", warnte der Krefelder Professor. Aus diesem Grund fordere die Fachgesellschaft ein Verbot dieser Behandlungsmethode.

Keine Bedenken bei Brustimplantat

Dagegen ist das zur Brustvergrößerung eingesetzte Silikon absolut sicher, wie Holger Dieterich von der Frauenklinik Rheinfelden betonte. Die Implantate aus quer vernetztem Gel seien auslaufsicher und mindestens 10 bis 15 Jahre haltbar. Zusätzliche Sicherheit biete die seit 2001 geltende Norm für Brustimplantate in Europa: "Nur qualitätsgeprüfte Implantate mit dem EU-Gütesiegel, der so genannten CD-Marke, sind bei uns zulässig", sagte Dieterich. Auch in den USA, wo die Verwendung von Silikon-Implantaten seit 1992 wegen vermeintlicher Gesundheitsgefahren verboten sei, werde nun die Wiederzulassung geprüft.

Die Brustvergrößerung ist eine der häufigsten Schönheitsoperationen in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr ließen sich nach Angaben der Gesellschaft rund 18.000 Frauen operieren. (APA/AP)

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