Teeblüte

21. Dezember 2003, 23:10
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Tee macht weder in trockenem, noch in feuchtem Zustand optisch besonders viel her. Grüntee wirkt nach mehreren Durchgängen ein bisschen wie Spinat, aber das war's dann auch schon. Weil ja aber das Auge mittrinkt, haben sich die Chinesen in Yunnan da etwas Wunderbares einfallen lassen: Die binden in haarsträubender Kleinarbeit die handgerollten Teeblätter entweder zu "Dragon Pearls" zusammen, was dem Tee zumindest das einheitliche Ganze eines grün-braunen, fransigen Kugerls verleiht. Oder aber der Tee wird zu einem so genannten "Hai Bei Tu Zhu" (€ 6,90) geschnürt, das in trockener Form ein bisschen an einen Schrumpfkopf erinnert, in warmes Wasser gesteckt sich jedoch langsam öffnet, rauchig-nussigen Grüntee abgibt und den Blick auf eine Reihe von kleinen, braunen Blüten freigibt. Weit mehr noch hat "Loving Butterfly Flower" (€ 7,20) zu bieten, denn erstens geht die Tee-Blüte schneller auf, zweitens gibt sie eine prächtige, rosige Distelblüte preis, und drittens ist da auch noch eine Jasmin-Blüte drin, die dem optischen Vergnügen auch noch ein aromatisches anfügt. (DerStandard/rondo/floh/12/12/03)
Im gut sortierten Teehandel
etwa bei Heissenberger
Kohlmarkt 11
1010 Wien
  • Artikelbild
    foto: cremer
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