"Mobiles Mobbing" unter Jugendlichen wird zum Problem

18. Dezember 2003, 11:17
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Dänische Selbstmord-Präventionsnummer erhält täglich Hilfeanrufe wegen unaufhörlicher Schmäh- und Drohanrufe

Die Segnungen der mobilen Telefonie haben auch ihre Schattenseiten. In Dänemark schlägt die Selbstmord-Prävention nun Alarm. Bei dieser gehen täglich Anrufe von Kindern und Jugendlichen ein, die wegen unaufhörlicher Schmäh- und Drohanrufe und SMS-Nachrichten gleichaltriger Plagegeister keinen Ausweg mehr wissen. Offenbar würden manche Jugendliche in der Not lieber sich selbst als ihr Handy wegschmeißen.

Fixer Bestandteil des täglichen Lebens

"Wir haben sogar Zehnjährige, die anrufen, weil sie Selbstmord begehen möchten oder sogar erzählen, dass sie es schon versucht haben", sagt Michael Esmann von der Kummernummer "Livslinien". Handys seien ein fixer Bestandteil im alltäglichen Leben der Kinder, daher würden diese selbstverständlich auch als Waffen gegeneinander eingesetzt.

Ausschalten nicht möglich

Das sei mit dem Handy im Gegensatz zu früher, wo Mobbing nur während der Schulzeit stattfand, rund um die Uhr möglich, so Esmann laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Ritzau. Viele Kinder wollten ihr Handy nicht ausschalten, weil sie sonst außerhalb der Gemeinschaft stünden.(APA)

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