Kurze Bahn, große Hoffnung

12. Dezember 2003, 13:05
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Österreichs SchwimmerInnen setzen auf die Bruststrecken

Dublin - Heimat bist du großer Kurzbahnschwimmerinnen und -schwimmer. Seit 1996, seit also Kurzbahn-Europameisterschaften ausgetragen werden, haben Österreicher nicht weniger als 13 Medaillen geholt. Schon bei der Premiere in Rostock hatte Vera Lischka mit Gold und Silber zugeschlagen, ein einziges Mal, 1999 in Lissabon, ging der Schwimmverband (VÖS) leer aus. Goldmedaillen eroberten Mirna Jukic (2001, Antwerpen) und Maxim Podoprigora (2002, Riesa). Jukic ist auch ab heute bei der EM in Dublin die größte heimische Hoffnung, Podoprigora lässt die Titelkämpfe aus, baut sich stattdessen bereits für die Olympischen Spiele 2004 in Athen auf.

Jukic ist mit ihrer Gold- und drei Silbermedaillen die bisher erfolgreichste Österreicherin auf der 25-m-Bahn. Die 17-Jährige verteidigt in Dublin den Titel über 200-m-Brust. Überhaupt ist das Brustschwimmen eine österreichische Domäne, zwölf der 13 Medaillen wurden auf Bruststrecken gewonnen. Für die einzige Ausnahme sorgte die Wienerin Petra Zahrl mit Bronze über 200-m-Delfin (2000, Valencia).

Die Steirerin Judith Draxler ist insofern Rekordhalterin, als sie bei der siebenten EM ihre siebente Teilnahme begeht. Jukic, Thomas Narnhofer und Fabienne Nadarajah sind in Dublin das jeweils dritte Mal dabei, Dominik Koll und Markus Rogan erleben ihre Premiere. (DER STANDARD, Printausgabe, 11. Dezember 2003, APA, red)

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