Teamchef Stielike zeigt keine Gnade

29. Dezember 2003, 15:12
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Trainer des deutschen Nachwuchs fordert lebenslange Sperre für kiffenden Torhüter Walke: "So viel Gras kann darüber nicht wachsen"

Hannover - DFB-Nachwuchstrainer Uli Stielike hat eine lebenslange Länderspielsperre für den Bremer Goalie Alexander Walke gefordert. "Für Deutschland wird der Torwart wohl nicht mehr spielen. So viel Gras kann darüber so schnell gar nicht wachsen", sagte der frühere deutsche Fußball-Teamspieler ohne sich der Zweideutigkeit bewusst zu sein. "Die Wut hat bei mir die Enttäuschung verdrängt. Der Spieler hat unverantwortlich gehandelt und gegen jegliche Etikette verstoßen. Er hat einen falschen Freundeskreis."

Der Spieler des SV Werder Bremen war während der U20-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten des Cannabis-Konsums überführt und sofort auch für die Regionalligaspiele seines Klubs gesperrt worden. Beim Abflug aus Dubai hatte die FIFA den DFB am vergangenen Sonntag unterrichtet, dass Spuren des verbotenen Wirkstoffs Tetrahydrocannabionol nachgewiesen worden sind. Die Analyse in Lausanne hatte die Einnahme von Cannabis bewiesen, Walke hat freiwllig auf eine B-Probe verzichtet. Der Torhüter bestritt für die in der Vorrunde gescheiterten Deutschen alle drei Vorrunden-Partien, die positive Urinprobe gab der Schlussmann am 2. Dezember im Anschluss an die Partie gegen die USA ab.

Walke hat unverzüglich nach Bekanntwerden des Testergebnisses gegenüber dem DFB und Werder Bremen eingeräumt, dass er Cannabis konsumiert habe. "Es tut mir unendlich leid. Ich habe eine Riesen-Dummheit begangen, habe dem DFB, meinem Verein und mir selbst großen Schaden zugefügt. Dafür muss ich jetzt die Konsequenzen tragen", meinte der 20-jährige Regionalliga-Tormann geknickt. Bremen hat bereits versichert, dass Walke weiterhin dem Kader angehören wird.(APA)

  • Nix für Sportler.

    Nix für Sportler.

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