Electro-Punk: Peaches live

13. Dezember 2003, 02:01
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Mit Technobeats, pointiert formulierten Inhalte und illustren Duettpartner - am Freitag in der Stadthalle

"You came to see a rock show, this ain't no talk show!" Keine Ahnung, ob Merril Nisker den Titel "Rock Show" am Freitag in der Stadthalle singen wird, ihre Ankündigung wird auf jeden Fall zutreffen. Gilt Nisker alias Peaches doch als eine exaltierte Liveperformerin, die Marilyn Manson nicht zufällig als Tour-Support engagiert hat.

Die Karriere der Kanadierin ist beachtlich: Mit "The Teaches Of Peaches" tourte sie 2000 durch kleine Clubs, drei Jahre später gilt sie Christina Aguilera als Vorbild, und selbst Madonna zieht angesichts der pointiert formulierten Inhalte vor der 36-Jährigen den Hut. Diese unterscheiden sich zwar eigentlich um nichts von dem, was Macho-HipHop oder Limp Bizkit der Welt zumuten. Wenn eine Frau explizit über (ihre) Sexualität singt, sich noch dazu in Leder und Latex wohl fühlt und Songs "Fatherfucker" oder "Fuck The Pain Away" heißen, ist das immer noch für einen Skandal gut.

Zu Peaches' Kampfansagen dröhnen Techno-Beats, und Duettpartner wie der Crooner Louie Austen oder Iggy Pop tauchen auf. Ob ihre Show in der Stadthalle ebenso intensiv daherkommt wie im Club? (flu / DER STANDARD, Printausgabe, 10.12.2003)

12. 12., 19.30

Stadthalle, Wien 15., Vogelweidplatz 14.

  • Peaches alias Merril Nisker singt Titel wie "Fuck The Pain Away". Und die glaubt man ihr
    foto: release

    Peaches alias Merril Nisker singt Titel wie "Fuck The Pain Away". Und die glaubt man ihr

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