Die erste weibliche Nobelpreisträgerin

9. Dezember 2003, 15:37
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Vor hundert Jahren erhielt Marie Curie für die Entdeckung der Radioaktivität die weltweit höchste wissenschaftliche Auszeichnung

Berlin - Als erste Frau hat vor hundert Jahren die Naturwissenschaftlerin Marie Curie einen Nobelpreis erhalten. Die französische Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft hatte mit ihrem Mann die radioaktiven Eigenschaften der von ihnen entdeckten Elemente Polonium und Radium nachgewiesen.

Um nur einige Tausendstel davon in reinem Zustand zu isolieren, musste Curie Tonnen von Pechblende in Fässern erhitzen und tagelang mit einem Eisenstab rühren, wie Zeitung der Freien Universität Berlin, die "FU- Nachrichten", in ihrer neuesten Ausgabe (11/12 2003) berichtet. Die Auszeichnung in der Kategorie Physik wurde ihr dafür am 10. Dezember 1903 verliehen.

Acht Jahre später konnte sie diesen Erfolg wiederholen: 1911 wurde Curie mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Sie ist damit eine von nur zehn Frauen, die seit Beginn der Auszeichnungen 1901 einen der wissenschaftlichen Nobelpreise erhielten (bzw. gleich zwei von der Sorte). (APA/dpa/red)

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