Hochwasser in Südfrankreich geht zurück

10. Dezember 2003, 09:31
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Auch Wasserstand der Loire hat sich stabilisiert, 60.000 Menschen ohne Trinkwasser

Marseille - In den französischen Hochwassergebieten scheint das Schlimmste überstanden. Die Loire hat zwar am Montag in Westfrankreich einen neuen Höchststand erreicht, die Probleme halten sich aber in Grenzen. In Südfrankreich ging das Hochwasser bereits zurück. Bei den schlimmsten Überschwemmungen an der Loire seit 20 Jahren hat sich der Wasserstand in Orleans bei 3,60 Meter stabilisiert. "Es gab keine Dammbrüche und auch keine schwerwiegenden Probleme", teilte die Behörden am Montag mit. Die Situation hat keine katastrophalen Ausmaße angenommen, weil ein Staudamm am Oberlauf der Loire als Auffangbecken dient.

Zwischen Orleans und Angers sind seit Sonntag allerdings 60.000 Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Straßen und eine Autobahn wurden gesperrt. Ein Campingplatz wurde evakuiert. Das Hochwasser soll am Dienstag aber zurückgehen.

Aufräumarbeiten in Südfrankreich

In Südfrankreich wurden am Montag in Arles und im Rhone-Delta bei Sonnenschein die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Noch immer harren dort Hunderte in Schulen, Turnhallen und Notunterkünften aus, weil sie nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Die Hauptsorge der Behörden gilt nun der Kälte mit Minusgraden. Hilfskräfte und das Rote Kreuz wurden in Nord- und Ostfrankreich mobilisiert, um Decken, warme Nahrung und Notunterkünfte für Obdachlose bereitzustellen. (APA/dpa/ag.)

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    Die schlimmsten Überschwemmungen seit 20 Jahren gab es zwischen Orleans und Angers.

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