Dejà-vu für Tschechen und Oranjes

13. Jänner 2004, 15:05
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Kroatiens Teamchef Otto Baric schwärmt von "exzellenter" Auslosung

Frankfurt am Main - Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland brachte am Freitag in Frankfurt am Main das erneute Aufeinandertreffer von Österreichs EM-Qualifikationsgegnern Tschechien und Niederlande. Nach den Ausscheidungsspielen für die EURO 2004 und dem Aufeinandertreffen bei den Gruppenspielen in Portugal schon die dritte Begegnung in Serie.

Drittes Aufeinandertreffen in Serie

"Es ist schon sehr kurios, dass wir es nach der EM-Qualifikation und der EM schon wieder mit den Niederländern zu tun bekommen. Aber wir müssen es akzeptieren. Rumänien schätze ich aber ebenfalls als sehr stark ein", meinte der tschechische Teamchef Karel Brückner über die Gruppe eins. Sein Spielmacher Tomas Rosicky war perplex: "Ist das möglich, schon wieder die Niederlande? Michael Schumacher mag ein guter Rennfahrer sein, doch bei Auslosungen muss er noch üben."

Die Zeremonie 917 Tage vor dem eigentlichen WM-Anpfiff brachte aber auch erfreute Gesichter. So war Otto Baric über die Gruppe seiner Kroaten mit den Gegnern Schweden, Bulgarien, Island, Ungarn und Malta begeistert. "Ich denke wir haben eine exzellente Gruppe erwischt. Schweden liegt in unserer Reichweite und Bulgarien kennen wir aus der EM-Qualifikation. Ich bin überzeugt, dass wir zur WM fahren werden", sagte der frühere ÖFB-Teamchef.

Otto von der Qualifikation überzeugt

Ebenfalls wieder zusammengeführt hat das Los Österreichs weitere EM-Qualifikationsgegner Weißrussland und Moldawien. Diese treffen auf Italien, Slowenien, Schottland und Norwegen. "Italien ist der hohe Favorit. Aber wir haben eine große Chance, als Zweiter nach Deutschland zu kommen", meinte Schottlands Teamchef Berti Vogts.

3.500 Gäste in der Frankfurter Festhalle, darunter Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, und Millionen von TV-Zuschauern in über 100 Ländern erlebten eine 105 Minuten dauernden Auslosungs-Marathon. "Es ist mir eine große Freude und Ehre, hier bei Freunden zu sein" - Mit diesen Worten hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter in Anspielung auf das WM-Motto ("Die Welt zu Gast bei Freunden") die Veranstaltung eröffnet. Zugleich verband er seine Begrüßung mit einem Aufruf für Frieden und Fair Play.

DFB-Präsident umwirbt Fußball-Fans

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder kombinierte die Einladung an die Fußball-Fans in aller Welt mit der Versicherung: "Sie werden eine Bevölkerung antreffen, die offen und tolerant ist."

Von ursprünglich 197 gemeldeten Teams sind nach diversen Vorqualifikationen bereits 40 aus dem Rennen um die 31 Startplätze neben Gastgeber Deutschland. Außer der DFB-Auswahl sind weitere 13 Startplätze für Europa reserviert. Afrika (5), Asien (4,5), Südamerika (4,5), Nord-/Zentralamerika/Karibik (3,5) und Ozeanien (0,5) komplettieren das Feld. Die Playoff-Plätze werden in den Duellen zwischen Nord/Zentralamerika/Karibik - Asien sowie Südamerika - Ozeanien ausgespielt. Gegen die Entscheidung der FIFA-Exekutive kamen am Freitag massive Proteste aus Australien. Ursprünglich hatte Joseph Blatter dem Ozeanien-Verband, der zuletzt mit Neuseeland bei der WM 1982 in Spanien vertreten war, einen festen Startplatz zugesagt. (APA/dpa/AFP/Reuters)

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