"Eine Gruppe die machbar ist"

1. September 2004, 10:36
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Frankfurt/Wien - Reaktionen auf die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-WM 2006 in Deutschland:

Hans Krankl: "Es ist eine sehr schwere Gruppe. Für die Mannschaft und mich ist es eine sehr interessante Aufgabe. Ich freue mich, dass wir drei Mal gegen britische Gegner spielen. Ich mag die Atmosphäre dort und habe als Spieler gegen diese Gegner gut abgeschnitten. Es hätte für uns sicher schlimmer kommen können."

Friedrich Stickler: "Eine schwere Gruppe. Aber wir hätten es auch schlimmer erwischen können und wieder gegen Tschechien oder die Niederlande spielen müssen. Dafür werden wir drei Mal den Kanal überqueren müssen. Wir haben ein klares Ziel vor Augen: Wir wollen uns für die WM 2006 in Deutschland qualifizieren. Ich richte einen Appell an alle Beteiligten, um alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um dieses Ziel zu erreichen."

Andreas Ivanschitz: "Es sind sehr schwierige Gegner, aber ich glaube es ist eine Gruppe, die machbar ist, wo wir uns vielleicht durchsetzen können. Es hat schwierigere Gruppen gegeben, aber mit den drei britischen Mannschaften sind es auch unangenehme Gegner."

Roland Kollmann: "Es ist eine schwere Gruppe. Über England brauchen wir nicht reden, die anderen Briten sind, glaube ich, genauso unangenehm. Und Polen ist auch ein schwieriger Gegner. Wir hätten die eine oder andere leichtere Gruppe bekommen können, es wird schwer, den zweiten Platz zu erreichen.

Herbert Prohaska (Ex-Teamchef): "Das ist keine Horrorgruppe. Mit England, Wales und Nordirland haben wir drei ziemlich ähnliche Mannschaften erhalten. Polen ist im Kommen, Aserbaidschan noch eine große Unbekannte. Wir sind jedenfalls nicht der totale Außenseiter."

Josef Hickersberger (Ex-Teamchef): "Wir haben keine ungünstige Gruppe erwischt. Es ist vorteilhaft, dass die britischen Mannschaften einen ähnlichen Stil praktizieren, darauf kann man sich gut vorbereiten. Die Polen sind auch keine Nation, gegen die man von vornherein chancenlos ist wie es in der EM-Ausscheidung gegen die Niederlande und Tschechien der Fall war. Aserbaidschan ist der letzte im Top, da muss man - will man weiterkommen - zwei Mal gewinnen. Ich glaube wir haben durchaus realistische Chancen um Platz zwei mitspielen zu können."

Andreas Herzog (Rekord-Nationalspieler): "Das ist eine schöne Gruppe - leichte Gruppen gibt es ja keine mehr - in der man sich etwas ausrechnen kann. England ist natürlich Favorit, aber mit Polen, Wales und Nordirland könnten wir um Rang zwei mitspielen. Gegen England habe ich leider nie gespielt, das wäre noch etwas gewesen. Gegen Wales hat mich seinerzeit Otto Rehhagel beobachtet und dann zu Werder Bremen geholt."

Michael Wagner (Austria-Kapitän): "Eine interessante Gruppe, natürlich nicht leicht. Auf der Insel werden wir somit einige Zeit verbringen. Die Gegner sind attraktiv und ich erwarte mit in den Heimspielen ein volles Stadion. Gegen die Schotten haben wir gezeigt, dass wir auch auf der Insel Briten schlagen können. Hinter Favorit England sollten wir mit den anderen um Platz zwei kämpfen."

Radoslav Gilewicz (polnischer Ex-Teamspieler): "In dieser Gruppe ist England Topfavorit. Österreich ist wie auch Polen in einer Umbruchphase mit vielen jungen Spielern. Bei Polen hat es zuletzt mit den neuen Leuten aber bei einem Sieg im Freundschaftsspiel gegen Italien überragend geklappt. Wales darf man auch nicht vergessen und auch Nordirland ist ein unangenehmer Gegner. Ich glaube die Gruppe ist ziemlich ausgeglichen."

Sven-Göran Eriksson (Nationaltrainer England): "Wir können mit dieser Gruppe zufrieden sein. Die Auslosung ist nicht perfekt, aber auch nicht schlecht. Das ist schon okay. Von dem Spiel gegen Wales träumen die Fans heute schon. Es werden echte Lokal-Derbys."

Mark Hughes (Teamchef Wales): "Das ist für uns eine wunderbare Auslosung. Als wir gesehen haben, dass wir in der gleichen Gruppe wie England sind, habe ich mir gesagt: Fantastisch. Es wird sicher sehr hart, England ist eine der besten Mannschaften der Welt. Aber wir haben schon in der Qualifikation für die EURO 2004 bewiesen, dass wir fähig sind, auf dem höchsten Niveau mitzuhalten." (APA)

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