ÖHB-Damen wollen auch gegen Russland und Südkorea glänzen

6. Dezember 2003, 19:33
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Trainer Eliasen "sehr stolz auf dieses Team"

Porec/Kroatien - Österreichs Handballerinnen haben sich mit drei souveränen Pflichtsiegen in den ersten drei Spielen zur 16. Weltmeisterschaft erwartungsgemäß vorzeitig für die zweite Hauptrunde qualifiziert. "Das erste Etappenziel ist erreicht, wir fahren nach Zagreb", lautete der zufriedene Kommentar von ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner, der bereits den zwei schweren Spielen am Wochenende gegen Titelverteidiger Russland (Samstag) und Südkorea (Sonntag/jeweils 18 Uhr) entgegenfieberte. "Das sind sehr schwierige, aber nicht unlösbare Aufgaben."

Hilfe vom Videospezialist

Seit Tagen bereiten sich Ausra Fridrikas und Co. auf diese beiden Partien vor. Der dänische Videospezialist Lars Avengaard hat bereits viel Anschauungsmaterial zusammengeschnitten, damit von Coach Ole Eliasen die optimale Taktik gegen die beiden abschließenden Gegner in der Gruppe B ausgetüftelt werden kann. Denn mit den Partien gegen Russland und Südkorea beginnt ja praktisch die Hauptrunde, da die Ergebnisse gegen die beiden weiteren Aufsteiger aus der eigenen Gruppe in die zweite WM-Phase mitgenommen werden. "Und wir wollen ja nicht ohne Punkte nach Zagreb fahren", betonte Hausleitner am WM-Ruhetag. "Denn ohne Zähler aus diesen beiden Partien ist ein Platz unter den Top Fünf, der für die Olympia-Qualifikation notwendig ist, wohl außer Reichweite."

Eliasen stolz auf sein Team

Mit den bisher gezeigten Leistungen ist Teamchef Eliasen sehr zufrieden. "Ich bin stolz auf dieses Team. Es findet einfache Lösungen für komplexe Probleme. Und wenn einer Fridrikas oder Teodorovic nichts einfällt, springt eine andere in die Bresche", erklärt der dänische ÖHB-Trainer, der zuversichtlich ist, dass seine Frauen auch gegen Russland und Südkorea punkten werden - vorausgesetzt sie spielen wie schon beim 29:19 im Auftaktduell mit Angola, 47:20 über Uruguay und 29:22 gegen Tschechien von Beginn weg wieder hoch konzentriert in Offensive wie Defensive.

Selbstkritische Mannschaft

Fridrikas und Co. waren dagegen mit der Leistung im Tschechien-Match am Donnerstag unzufrieden. "Die Mannschaft war nach dem Sieg sehr selbstkritisch und fand, dass sie zu viele Chancen ausgelassen habe", berichtete Hausleitner, dass am Freitag im Training vor allem Offensive geprobt wurde. Auch Beate Hofmann und Birgit Engl, die beide durch eine Grippe geschwächt sind, waren mit von der Partie und werden am Wochenende zum Einsatz kommen. Eliasen kann also in den beiden vielleicht wichtigsten WM-Spielen aus dem Vollen schöpfen.(APA)

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