Protestmail-Aktion "S.O.S. Schulen in Not"

14. Dezember 2003, 20:16
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Lehrer-Vorruhestand: Wiener Grüne gegen Gehrer und Häupl - Jerusalem: "Gespart wird auf dem Rücken der Kinder"

Eine Protestmail-Aktion "gegen das Sparpaket und die fehlenden LehrerInnen an den Wiener Schulen" haben heute, Freitag, die Wiener Grünen gestartet. Mit Mails und Faxen sollen Bürgermeister Michael Häupl (S) und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) auf die Situation an den Wiener Schulen nach der Frühpensionierung von mehr als 700 Pflichtschul-Lehrern in der Bundeshauptstadt aufmerksam gemacht werden, heißt es in einer Aussendung der Grünen.

Kürzung

Die Bildungssprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem, kritisiert Gehrer und bezeichnet es als "verantwortungslos, die Schule derartig zusammenzukürzen." Auch die Wiener Stadtregierung und insbesondere Landeshauptmann Michael Häupl seien damit einverstanden. "Noch im November hat man von Seiten des Stadtschulrates auf Vorwürfe der Grünen, dass chaotische Zustände herrschten, abgewiegelt und behauptet mit 1. Dezember würde nachbesetzt, und niemand brauche sich Sorgen zu machen. Nunmehr stellt sich heraus, dass genau das Gegenteil der Fall ist", so Jerusalem, für die feststeht, dass "auf dem Rücken der Kinder" gespart wird.

Protest

Unter der Internet-Adresse http://www.wien.gruene.at/schule bieten die Grünen vorgeschriebene Protest-Mails an Gehrer und Häupl an. "In Wien wurden innerhalb von drei Jahren 12 Prozent (!) der LehrerInnenstellen an Pflichtschulen weggekürzt, das bedeutet, dass die Schule auf den Stand der Dinge der 50er Jahre zurück geworfen ist", heißt es in dem Protest-Mail. Darin wird Gehrer aufgefordert, das Sparpaket für die Schulen sofort zurückzunehmen und von Häupl gefordert, den Finanzausgleich mit dem Bund neu zu verhandeln und als Sofortmaßnahme jene 735 Planstellen nachzubesetzen, die durch Frühpensionierungen frei geworden seien. (APA)

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