"Vertragsbruch" gegen die Postmoderne

22. Dezember 2003, 14:54
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Die Wiener Meisterklasse für Bildhauerei zeigt Arbeiten unter dem Aspekt der materialisierten Leiblichkeit

Wien - Seit 1996 leitet Gerda Fassel die Meisterklasse für Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien – zwei Jahre als Gastprofessorin, dann als Ordinaria.

Materialisierte Leiblichkeit

"Weil der Mensch, die menschliche Figur zentrales Thema im Unterricht dieser "Meisterklasse" ist, ist die Figur auch Schwerpunkt dieser Ausstellung. Einerseits bietet die Figur die für die formale Gestaltung notwendige, unverzichtbare Begrenzung, durch welche erst Bezüge sichtbar gemacht werden können, Aussagen erst möglich sind, andrerseits wird durch die Fragmentierung der Figur ihre Begrenzung wieder aufgehoben. Dem von Hegel diagnostiziertem Ende der Kunst begegnet man mit einer Ästhetik des Beharrens, mit einem widerständigen Festhalten der Kunst, der Moderne, gegen die postmoderne fiktive Bilderflut durch ein Insistieren auf das Formen des greifbar Materiellen im primären Raum als ein Monument prädigitaler Gesellschaft. Dies erklärt auch der Titel der Ausstellung: Kontravention (Vertragsbruch)."

Gezeigt werden Kleinplastiken, Reliefs,Zeichnungen, Graphiken und Videoinstallation von Studierenden und Lehrenden der Abteilung Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien. (red)

"Kontravention"
Skulpturenausstellung
2. bis 18. Dezember 2003
Galerie aRtmosphere
Holochergasse 32 / Top 1;
Eingang Plunkergasse (U3 Johnstraße);
1150 Wien
Telephon: 0664 / 244 88 66
Öffnungszeiten: jeden Di., Do., Fr. 18 – 20 Uhr
  • Artikelbild
    foto: galerie artmosphere
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