IBM und Deutsche Genomforschung entwickeln Hightech-Plattform

14. Dezember 2003, 20:07
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Vernetzung soll Erforschung molekularer Krankheiten beschleunigen

Das Deutsche Ressourcenzentrum für Genomforschung (RZPD) baut gemeinsam mit IBM den Prototypen für eine Datenplattform für das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN). Die Vernetzung der Daten soll die Erforschung molekularer Erkrankungen beschleunigen. Forscher können nämlich dann leichter auf Daten zugreifen und ihr Wissen untereinander austauschen, berichtet IBM.

Verbesserungen

Das NGFN hat sich zum Ziel gesetzt, die molekularen Ursachen von Erkrankungen zu verstehen und darauf aufbauend Diagnose, Vorbeugung und Therapie entscheidend zu verbessern. Bei der Erforschung von Krankheitsursachen entstehen große Datenmengen, die effizient verwaltet und ausgewertet werden müssen, um von Nutzen zu sein. "Das neue Prototyp-System hat das Potenzial, eine konsolidierte, virtuelle Datenbank mit genetischen Informationen zu schaffen, auf die Forscher im ganzen Land zugreifen können", so Johannes Maurer, wissenschaftlicher Geschäftsführer des RZPD. Eine solche Plattform für genetische Daten hilft, die Erkenntnisse der Genomforschung für die Diagnose, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten zu nutzen, führt der Experte aus.

Tests

Das Computer-System basiert auf der IBM Software DiscoveryLink und wird derzeit im IBM Labor La Gaude in Frankreich getestet. "Datenintegrations-Technologien wie IBM DiscoveryLink sind im privaten Sektor bereits erfolgreich im Einsatz", erklärt Eva Deutsch von IBM Life Sciences Health. (pte)

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