"George" bleibt allein

10. Dezember 2003, 12:15
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Kein Artgenosse der Riesenschildkröte auf den Galapagosinseln gefunden

Quito - Der "einsame George" ist wohl wirklich der letzte seiner Gattung. Forschern und Wildhütern ist es trotz intensiver Suche auf der Galapagosinsel Pinta nicht gelungen, noch eine weitere Riesenschildkröte von der Unterart zu finden, zu der "George" gehört, wie die Naturparkverwaltung am Mittwoch mitteilte. Die mehr als 80 Jahre alte und 158 Kilogramm schwere Riesenschildkröte "George" war 1971 entdeckt worden. Forscher fanden heraus, dass es diese Art nur auf der Insel Pinta gibt.

Auf Pinta seien lediglich die Überreste von 15 Riesenschildkröten entdeckt worden, die schon seit vielen Jahren tot seien, hieß es. Die Wissenschafter hatten die Hoffnung nicht aufgegeben, noch eine andere Schildkröte dieser Unterart zu finden, weil auch "George" erst 1971 entdeckt wurde. Davor war zuletzt 1906 auf Pinta eine gesichtet worden.

Auf den Galapagosinseln gab es früher mindestens 15 Unterarten von Riesenschildkröten, heute existieren davon noch elf. Die anderen wurden von Menschen vor allem im 19. Jahrhundert ausgerottet oder starben aus, weil ihr Lebensraum zerstört wurde - zum Beispiel von den vom Menschen eingeschleppten Ziegen. (APA/AP)

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