19 mutmaßliche Islamisten gefangen genommen

5. Dezember 2003, 12:40
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Saddam-treue Fedajin-Mitglieder

Bagdad - US-Einheiten haben westlich von Bagdad 13 Verdächtige gefangen genommen, darunter sechs mutmaßliche islamische Extremisten. Wie ein Militärsprecher am Donnerstag in Bagdad mitteilte, fanden die Soldaten bei den Männern, die am Mittwoch in der Ortschaft Nasir Wa el Salam, festgenommen wurden, Schusswaffen, Munition, Militäruniformen, Falschgeld und Material für den Bau von Sprengfallen.

Bei den Extremisten handle es sich um "Wahhabiten", sagte der US-Armeesprecher. Der Wahhabismus ist eine puritanische, konservative Interpretation des sunnitischen Islam, in Saudiarabien Staatsreligion. Irakische Polizisten im Westirak hatten Reportern bereits vor einigen Tagen eine Maschinenpistole mit dem staatlichen Wappen Saudiarabiens gezeigt, die sie nach eigenen Angaben bei mutmaßlichen Extremisten entdeckt hatten.

Aufständische nahmen in der Nähe von El Khalidija, 80 Kilometer westlich von Bagdad, einen US-Trupp unter Feuer. Von einem Haus aus hätten sie mit einer Panzerfaust und mit Handfeuerwaffen auf die Soldaten geschossen, bestätigte das US-Militärkommando. Die US-Soldaten erwiderten das Feuer und beschossen das Haus mit drei hochexplosiven 120-Millimeter-Panzerabwehrgranaten. Ein Aufständischer starb, acht wurden gefangen genommen.

In Husaibah, einem Ort an der syrischen Grenze, durchsuchten US-Einheiten sechs Häuser. Sie nahmen 19 Personen fest, die der Mitgliedschaft in der Saddam-treuen Fedajin-Miliz verdächtigt werden. (APA/dpa)

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