Auf der Jagd nach Geistern und Untoten

5. April 2004, 16:01
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"Grabbed by the Ghoulies" für Microsofts Xbox im Test - Nettes Comic-Abenteuer nicht nur für Kinder

Die Frage, die man sich zu Beginn des Spiels, stellen muss ist - Was tut man wenn der Lebenspartner von Untoten und Gespenstern in ein Geisterhaus verschleppt wird und man keine Maschinengewehre oder eine Gruppe gewalttätiger Freunde verfügt? Am einfachsten wäre es wohl, man sucht sich einen neuen Freund oder eine neue Freundin. Da dies allerdings weder moralisch zu vertreten noch, bei wirklicher Zuneigung, wirklich zielführend ist, muss man der Gefahr ins Auge schauen und seinen Weg gehen.

Skurriler Humor und nette Grafik

Wenig überraschend entschließt sich auch der Held des Spiels "Grabbed by the Ghoulies" für eine Rettungsaktion und beginnt damit eine unterhaltsame Reise durch die Welt des Schreckens. Cooper so der Name des Hauptcharakters stolpert durch die witzig-skurrile Comic-Welt des Spiels und muss sich mit allerlei Hausrat gegen eine Horde von Gegnern zu Wehr setzen. Besonders gelungen ist auch der Soundtrack der in der nett gestalteten Comic-Welt immer wieder Spannung erzeugen kann.

Keine Waffen?

Cooper kommt ins Geisterhaus "Ghouldhaven Hall" ohne wirklich starke Bewaffnung. Allerdings wird im Laufe des Spiels jeder Gegenstand, der nicht niet- und nagelfest ist, zum Geistertotschläger. Bücher, Weinflaschen aus dem Geister-Keller, Stühle, Billard-Queues, Tische und Gemälde werden kurzerhand zur tödlichen Waffe umfunktioniert. Feuerteufel haben eine natürliche Abneigung gegen Feuerlöscher - was wiederum für den Spielablauf sehr hilfreich ist. Da sich auch die Hausangestellten auf die Seite unseres Helden stellen, werden auch weniger häufig vorzufindende Dinge, wie etwa eine Spraydosen-Granate, eingesetzt werden.

Flüssige Animationen

Sowohl die Hauptfigur als auch die Gegner sind sehr liebevolle umgesetzt worden und die Animationen laufen flüssig ab. Hin und wieder wird allerdings die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung zum Hindernis - etwa beim "Roten Baron" der Cooper mit einem Flugzeug durch ein Zimmer jagt, und wo so mancher Vorhang zu einem beinahe unüberwindlichen Hindernis wird. Ansonsten gibt es allerdings keinerlei Kritikpunkte an der Steuerung und dem Spiele-Ablauf.

Horden von Gegnern

Auf der Rettungsmission erwarten den Spieler zahlreiche unterschiedliche feindlich gesinnte Monster - rund 25 verschiedene Arten sollen es nach Herstellerangaben sein - zugegebenermaßen habe ich sie jedoch nicht nachgezählt. Aber von Vampire über Zombies, Mumien, Skelette, Piraten, Kampfwürmer und verhexte Möbel reicht die Palette. Jeder dieser so genannten Ghoulies hat unterschiedliche Schwächen und Stärken. Neben verschiedenen Angriffsmustern und Fortbewegungsgeschwindigkeiten, vertragen die Gegner auch verschieden viel Gegenwehr. Die Gefahren die Cooper während seines Abenteuers begegnen sind ebenso vielfältig - durch Feuer angebrutzelt, von Vampiren angenagt, verflucht oder herumgeworfen zu werden, einen Stromschlag zu erleiden oder einfach nur von Gevatter Tod in den ebendiesen getrieben zu werden, sind die weniger erfreulichen Endpunkte der Reise.

Fazit

Rare gelang mit "Grabbed by the Ghoulies" ein wirklicher Überraschungs-Hit. Nicht nur dass der Titel erst kurz vor der eigentlichen Veröffentlichung beworben wurde, gab es auch auf den Spiele-Messen wenig Anschauungsmaterial. Um so mehr erstaunt es, dass es den Entwicklern gelungen ist, Spaß und Unterhaltung für ältere Zielgruppen mit einem kindergerechten Spannungs- und Gruselerlebnis zu kombinieren.(grex)

Microsoft Xbox

Rare

Ansichtssache

Grabbed by the Ghoulies

Plattform: Xbox
Genre: Action-Adventure
Spieler: 1
Online: nein

  • Artikelbild
    screenshot: gp
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