Politgroteske um Mahnmal

10. Dezember 2003, 12:55
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Mailath-Pokorny: Für Vorschlag eines Denkmals für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus offen

Wien - Die Behauptung, er lehne ein Mahnmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus in Wien ab, sei nicht zutreffend, wehrt sich Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pkorny (SP) am Dienstag. Ebendies hatten die Grünen behauptet. Er habe, so Mailath, einen Antrag der Grünen, die Stadt Wien möge ein solches Mahnmal errichten; nur abgelehnt, weil das Denkmal vor der Albertina allen Verfolgten gewidmet sei.

Wie DER STANDARD am Montag berichtete, beruft sich Mailath auf eine - seit Jahren versprochene - Tafel am Denkmal. Mailath glaubte, bis er am Freitag vom STANDARD darauf angesprochen wurde, die Tafel hinge längst. Nun soll sie im Jänner kommen.

Mailath, präzisierte Mailaths Sprecherin am Dienstag auf Nachfrage, sei dagegen, dass die Stadt ein Mahnmal initiiere. "Wenn jemand anderer - ein Bezirk oder eine Gruppe - damit an die Stadt herantritt, werden wir offen sein." Der Homosexuellen-Mahnmal-Antrag der Grünen vom 4. 11. besage aber etwas anderes: "Das war ein Antrag, dass die Stadt ein Mahnmal initiieren solle." (rott/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3. 12. 2003)

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