S. muss sich ändern!

2. Jänner 2004, 13:46
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Der deutsche Film- und Theatermacher Christoph S. inszeniert derzeit an der Burg

Der deutsche Film- und Theatermacher Christoph S., in den heimischen Medien immer noch bevorzugt als "Provokateur" tituliert, inszeniert derzeit an der Burg. Jelinek! Bambiland! Ein Stück zum Irakkrieg! Im Zuge dieser Arbeit, bei der alle gerne schon jetzt "Skandal!" rufen, hat S. bis dato leider fast gar nicht provoziert, zumindest nicht mit der gewünschten Außenwirkung. Also nehmen jetzt daher alle alles, was nur halbwegs nach Skandal riecht, nämlich "Schweinebraten!"

Obwohl: Schweinebraten ist nur dann ein Skandal, wenn S. "Schweinebraten!" sagt. Beziehungsweise, wenn er sagt, dass es in Wien Schauspieler gibt, die sich auf der Bühne wie fettiger (!) Schweinebraten (!!) verhalten. Dafür setzte es in Treffpunkt Kultur eine sanfte, sehr entschiedene, insgesamt durchaus liebevoll mütterliche Ermahnung durch Barbara Rett.

"Sie müssen sich ändern", redete sie S. ins Gewissen. "Sie sind doch jetzt 43! Ich bin überzeugt, dass Sie sich ändern müssen." Oder sagte sie: "Verändern"? Dieser Schweinebraten sei "unfein" gewesen! Na, und wie das eben mit bockigen 43-jährigen Teenagern so ist: S. wurde aufmüpfig! Bezeichnete sich selbst auch als Schweinebraten! Man konnte nur den Kopf schütteln! Und über relevante ästhetische Fragen rund um Bambiland werden wir hoffentlich demnächst hören . . . (cp)

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    Christoph S.

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