Stahlstreit: Ball liegt für EU nun bei Bush

5. Dezember 2003, 15:00
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Bisher keine offizielle Bestätigung über Nachgeben der USA

Brüssel - Die EU hat das bisher nicht offiziell bestätigte Nachgeben der USA im Stahlstreit unkommentiert gelassen. "Wir haben derzeit keine offizielle Position", sagte EU-Handelskommissar Pascal Lamy am Dienstag in Brüssel. Lamy wiederholte frühere Aussagen, wonach die Frage der Stahl-Schutzmaßnahmen auf dem Tisch von US-Präsident George W. Bush liege.

Rascher Beschluss nötig

Es sei ein rascher Beschluss nötig. "Wenn die Entscheidung in die Länge gezogen wird, liegt das im Interesse der US-Industrie." Die Kommission vertritt die EU in Handelsfragen.

Nach US-Medienberichten will Bush noch in dieser Woche bekanntgeben, die umstrittenen US-Stahlzölle zurückzunehmen. Damit solle auch ein drohender Handelskrieg mit der EU abgewendet werden.

Die EU hatte angekündigt, von Mitte Dezember an Importe aus den USA im Wert von 2,4 Mrd. Euro mit Strafzöllen zu belegen, falls der Streit bis dahin nicht beigelegt ist. Damit würden sich US-Produkte in der Union um gut 600 Mio. Euro im Jahr verteuern. (APA/dpa)

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