Biathlon: ÖSV setzt sich hohe Ziele

4. Dezember 2003, 11:56
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Im Weltcup Begeisterung für Heim-WM 2005 in Hochfilzen auslösen

Wien - Mit Sprintrennen in Kontiolahti eröffnen am Donnerstag die Biathleten als letzte Wintersportler ihre Weltcupsaison. Die Österreicher setzen sich hohe Ziele und wollen ihrem Ruf als schlechte Schützen endgültig davonlaufen. Der Skiverband hat für ein noch besseres Umfeld (Material, Schießtrainer) gesorgt, nun liegt es an den Athleten, schon jetzt Werbung für die Heim-WM im Februar 2005 in Hochfilzen zu machen und ihre spannende Sportart in der Beliebtheitsskala nach oben zu bringen. "Wenn sich Erfolge einstellen, können wir auch in Österreich Begeisterung auslösen", sagte der neue ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler.

In Deutschland zählt Biathlon zu den "Rennern" - die Stadien sind ausverkauft, die TV-Einschaltquoten Spitze. Ähnliches wollen die ÖSV-Athleten erreichen, auch gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz des alpinen Skisports. Das Team mit Ludwig Gredler, Daniel Mesotitsch, Wolfgang Perner, Wolfgang Rottmann und dem in Kontiolahti fehlenden Christoph Sumann ist eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Athleten, die alle mit WM- und Olympia-Medaillen bzw. Weltcupsiegen ihr Potenzial bewiesen haben.

Gandler rechnet mit guten Platzierungen

Das Manko, dass keiner von ihnen ein "gelernter" Biathlet ist, soll durch die nun schon eineinhalb Jahre andauernde Arbeit mit dem deutschen Schießtrainer Klaus Siebert ausgemerzt werden. Die Verantwortung für das Trainingsprogramm tragen weiterhin Walter Gapp und Heinz Mühlbacher. Vor den ersten Rennen ist eine Standortbestimmung immer schwierig, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten fehlen den Österreichern aber noch harte Rennen. "In Kontiolahti sollen sie sich stabilisieren, danach rechne ich schon in jedem Rennen mit guten Platzierungen", erklärte Gandler.

Vom 11. bis 14. Dezember stehen Ex-Weltmeister Rottmann und Co. beim Heim-Weltcup in Hochfilzen besonders im Blickfeld. "Es ist mein großes Ziel, dort gut abzuschneiden", sagte Rottmann, der als einer der schnellsten Läufer neben den Norwegern Ole Einar Björndalen und Frode Andresen gilt. "Aber auch beim Schießen ist viel weitergegangen", sagte der Altenmarkter, der auch bei der WM in Oberhof im Februar auftrumpfen möchte.

13. Saison für Gredler

Schon seine 13. Saison bestreitet Ludwig Gredler. Der 36-jährige Tiroler, Gewinner von zwei WM-Medaillen und sechs Weltcuprennen, jagt weiterhin Erfolgen nach, auch Olympia in Turin 2006 lockt ihn noch. In der Vorbereitung hat der WM-Zweite von 2000 "etwas schärfer trainiert" und ist auch für das Schießen optimistisch. "Ich glaube doch, dass ich mich weiterentwickelt habe." Im Sommer wurde ihm ein neuer Gewehrschaft speziell angepasst, auch ein Mosaikstein auf dem Weg zu den erhofften Volltreffern. (APA)

ÖSV-Team Kontiolahti: Ludwig Gredler, Daniel Mesotitsch, Wolfgang Perner, Fritz Pinter, Wolfgang Rottmann; Anna Sprung.

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ÖSV

  • Ludwig Gredler bestreitet seine 13. Saison.

    Ludwig Gredler bestreitet seine 13. Saison.

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